London : Verdächtige Pakete waren Kunstaktion

In London sind nach der Entdeckung "verdächtiger Pakete" drei Straßenzüge gesperrt worden. Spezialisten rückten umgehend an. Später stellten sich die Pakete als Teil einer Kunstaktion heraus.

London - Bomben-Spezialisten der Polizei fanden jedoch keinen Sprengstoff. Später wurde eine Frau festgenommen, die erklärte, sie habe die Pakete als Teil einer Kunstaktion in den Straßen platziert, berichtete der Sender BBC.

Nach der Entdeckung von insgesamt fünf ähnlich aussehenden und aus unklaren Gründen auf dem Boden abgelegten Paketen war zunächst Terroralarm ausgelöst worden. Spezialeinheiten und Krankenwagen sowie Feuerwehren wurden in das betroffene Gebiet beordert.

Beim Verdacht auf terroristische Aktivitäten reagieren die Londoner Sicherheitsbehörden seit den Anschlägen im vergangenen Sommer mit höchstem Einsatz. Am 7. Juli 2005 waren bei Bombenanschlägen in London 56 Menschen umgekommen. Dabei hatten vier Selbstmordattentäter in Rücksäcken versteckte Sprengsätze in drei U-Bahnzügen und einem Bus gezündet.

Die festgenommene Frau war nach der Alarmauslösung in einer Polizeistation erschienen und hatte erklärt, die Pakete seien harmlos. Das Ganze handele sich um Aktionskunst. Autofahrer wurden aufgefordert, die betroffene Gegend um die Westlondoner U-Bahn-Station Shepherd's Bush weiträumig zu umfahren. (tso/dpa)

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