Londoner Marathon : Rekordzeit von Sieben Tagen

Mit einer Woche Verspätung ist ein 39-jähriger Architekt beim Londoner Marathon ins Ziel gekommen - und hat dafür auch noch viel Geld bekommen. Der Schneckentempo-Läufer sammelte für leukämiekranke Kinder.

London - Greg Billingham legte alle zehn Stunden drei Meilen (4,8 Kilometer) zurück. Unterwegs sammelte er bis zu 40.000 Pfund (58.500 Euro) für leukämiekranke Kinder. "Zuerst haben die Leute komisch geguckt", sagte Billingham, als er am Sonntag sieben Tage nach dem Kenianer Martin Lel im Ziel eintraf. "Sie waren sich nicht sicher, ob das nicht ein Witz sein sollte". Doch dann habe er von Tag zu Tag mehr Zuspruch für seine Aktion bekommen.

Für sein Schneckentempo musste Billingham mindestens genauso lang trainieren wie Marathonsieger Lel, der für die 42,195 Kilometer lange Strecke gerade mal zwei Stunden, sieben Minuten und 41 Sekunden benötigte. Seine Technik, für jeden einzelnen Schritt mehrere Sekunden zu benötigen, entwickelte Billingham in einer Tretmühle sowie auf Feldern, auf denen er sich unbeobachtet fühlte. Das langsame Laufen habe sein gesamtes Verhalten verändert, erzählte er. Wenn Passanten ihm zuwinkten, habe er sie "im Zeitlupentempo angeschaut". Auf die Idee zu seiner Aktion kam er durch Gespräche mit Schwerkranken: Menschen, die schwer erkrankten, hätten oftmals das Gefühl, ihr Leben verlangsame sich, sagte Billingham. (tso/AFP)

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