Welt : Lufthansa: Thrombosepatient verklagt Unternehmen

15 000 Mark Schmerzensgeld verlangt ein Flugpassagier von der Lufthansa, weil er auf einem Langstreckenflug eine Thrombose erlitten hatte. Zu Beginn des Prozesses vor dem Landgericht Frankfurt (Main) machte der Passagier am Montag die beengten Sitzverhältnisse in dem Jumbo beim Hin- und Rückflug zwischen Hamburg und Johannesburg für seine Venenerkrankung verantwortlich. Die Lufthansa bezweifelte das angeblich beengte Sitzen als Ursache und verwies darauf, dass die Sitzverhältnisse in den Maschinen vom Typ Boeing 747 internationalen Standards entsprächen.

Nach der Klageschrift sollen die jeweils zehnstündigen Flüge als Ursache der Erkrankung ärztlich attestiert worden sein. Seit der Südafrika-Reise im April 2000 müsse der Kläger auf unabsehbare Zeit ständig mit Medikamenten behandelt werden. Über die Entstehung von Thrombosen als Folge des beengten Sitzens bei Langstreckenflügen lägen gesicherte medizinische Erkenntnisse vor. Die Lufthansa wies in ihrer Erwiderung darauf hin, dass die Zahl der von Thrombosebeschwerden betroffenen Passagiere sehr gering sei. Bei richtigem Verhalten an Bord könne die Gefahr von jedem selbst gebannt werden.

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