Luxus : Edel-Champagner für tausend Euro

Der französische Wein- und Spirituosenkonzern Pernod Ricard will mit dem teuersten Champagner der Welt in die Super-Luxus-Klasse vorstoßen. Eine Flasche soll rund tausend Euro kosten.

Paris - Der Jahrgangschampagner Belle Epoque aus der Kellerei Perrier-Jouët werde künftig für rund tausend Euro pro Flasche auf den Markt gebracht, kündigte Firmenchef Patrick Ricard bei der Hauptversammlung seines Unternehmens an. "Wir haben nicht viele Kisten, und wir werden Ihnen hier nichts anbieten können", sagte Ricard vor den Aktionären. Ihm zufolge gibt es von dem Edelschampus nur einige tausend Flaschen pro Jahr. Sie gehen fast ausschließlich in den Export, insbesondere in die USA, nach China und Russland. Die Ankündigung kommt für die dortige Kundschaft einer kräftigen Preiserhöhung gleich: Denn bisher war der Champagner für 300 bis 400 Euro verkauft worden.

Pernod Ricard hatte in den 70er und 80er Jahren mit den Champagner-Marken Lanson und Besserat de Bellafon kein Glück gehabt. Erst jüngst war das Haus mit der Übernahme des britischen Konkurrenten Allied Domecq in das Champagner-Geschäft zurückgekehrt. Durch die Fusion gehören zum zweitgrößten Wein- und Spirituosenkonzern der Welt nun die Marken Mumm und Perrier-Jouët. Das Management macht keinen Hehl daraus, dass es mit dem Marketing-Coup um den Super-Luxus-Champagner auf Konkurrent LVMH und dessen berühmten Edelschaumwein Dom Pérignon zielt. Bisher kommt Pernod Ricard auf dem lukrativen Champagner-Markt nur auf einen weltweiten Anteil von 3,3 Prozent, LVMH dagegen auf 17,4 Prozent. (tso/AFP)

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