• Machthaber holt sich "wertvolle geistige Energie": Medien: Kim Jong Un besteigt höchsten Berg von Nordkorea

Machthaber holt sich "wertvolle geistige Energie" : Medien: Kim Jong Un besteigt höchsten Berg von Nordkorea

Neuer Höhepunkt im Personenkult um die Herrscher-Familie: Nordkorea hat Bilder von Machthaber Kim Jong Un vor dem Hintergrund des höchsten Gipfels des Landes veröffentlicht.

Ein Bild aus den Medien in Nordkorea: Machthaber Kim Jong Un auf dem 2750 Meter hohen Berg Paektu.
Ein Bild aus den Medien in Nordkorea: Machthaber Kim Jong Un auf dem 2750 Meter hohen Berg Paektu.Foto: dpa

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat laut Berichten der Staatsmedien den höchsten Berg des isolierten kommunistischen Staates zusammen mit Kampfpiloten der Volksarmee erklommen. Die Medien veröffentlichten am Sonntag Fotos des lächelnden Kim auf einem schneebedeckten und windumtosten Gipfel, während die Sonne hinter ihm aufgeht. "Den Paektu zu besteigen gibt wertvolle geistige Energie, die stärker als jede Art von Atomwaffen ist", sagte Kim laut der Staatszeitung "Rodong".

Der 2750 Meter hohe Vulkan an der Grenze zu China spielt eine wichtige Rolle in der koreanischen Folklore. Der Paektu wird von Süd- wie Nordkoreanern als heiliger Berg verehrt. Im stalinistisch geprägten Nordkorea gilt er darüber hinaus auch als Symbol der Herrscherfamilie. Die Kim-Dynastie ist bereits seit über 60 Jahren in dem verarmten, aber hochgerüsteten Staat an der Macht. Als Kim Jong Un Ende 2011 an die Macht gekommen war, hatte er dabei auch den Personenkult um seinen Großvater Kim Il Sung und dessen Sohn Kim Jong Il übernommen. Die Leichname der beider früheren Diktatoren liegen einbalsamiert in einem Mausoleum in Pjöngjang.

Der Berg hat zudem einen zentralen Platz in den Mythen um die Kim-Familie, die Nordkorea seit drei Generationen mit eiserner Hand regiert. Laut der offiziellen Propaganda wurde Staatsgründer Kim Il Sung auf dem Berg geboren - nach Ansicht von Historikern kam er dagegen in Russland zur Welt. Sein Enkel Kim Jong Un steht ebenso wie sein Vater und Großvater im Zentrum eines allgegenwärtigen Personenkults. Ihm werden immer wieder bedeutende und eher unwahrscheinliche sportliche und intellektuelle Leistungen zugeschrieben. (AFP, dpa)

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