Welt : Madonnas Hochzeit: "Hochnäsige Primadonna"

Bei der Hochzeit des Jahres haben sich die versammelten Journalisten kalte Füße geholt. Verschnupft reagierte denn auch am Sonnabend die britische Presse auf die Geheimniskrämerei von US-Star Madonna um ihre Heirat. In den Blättern wird sie als "hochnäsige Primadonna" gerügt, weil sie die Öffentlichkeit nicht am großen Ereignis im verschlafenen Dornoch teilhaben ließ. Erst am Sonnabendmorgen bestätigte die Pastorin Susan Brown, sie habe Madonna und den britischen Regisseur Guy Ritchie am Abend zuvor in der Kapelle von Schloss Skibo getraut. Von den Frischvermählten war nichts zu sehen und zu hören. Die zum Teil prominenten Gäste begannen bereits unmittelbar nach dem Fest abzureisen. Auch die Medienvertreter packten ihre Sachen und verschwanden.

Frierend verbrachten die zahlreichen Journalisten und Fotografen einen Teil der Nacht vor den Toren des Schlosses, um eine eventuelle offizielle Bestätigung nicht zu verpassen. Doch der Superstar - der sich am Donnerstag nach der Taufe von Baby Rocco noch freundlich winkend gezeigt hatte - ließ sich nicht blicken. Wegen solcher Starallüren entsprechend erzürnt, schimpft die gesamte britische Presse auf Madonna.

Nicht einmal die Royals hätten so eine Geheimniskrämerei um ihre Hochzeiten gemacht, heißt es. Die ganze Welt habe zugeschaut, als Prinzessin Diana heiratete, das gleiche sei bei der Queen der Fall gewesen, schreibt die Zeitung "Star". "Aber Madonna glaubt wohl, sie sei etwas Besseres als die Royals." Ihre Fans spielten für sie wohl überhaupt keine Rolle, nörgelt der "Star" weiter. "Madonna - die geheime Braut" titelt die "Daily Mail" und der "Independent" spottet: "Die Ritchies laden Sie herzlich ein ... auf Distanz zu bleiben". Mangels Informationen ersann das Boulevardblatt "Sun" die Hochzeitsgeschichte selbst. Die angereisten Promi-Freunde des Paares "hielten die Tränen zurück, als Madonna endlich ihren Guy bekam", berichtet das Blatt.

Um ein wenig mehr zu erfahren, charterten einige Medienunternehmen Hubschrauber, um aus der Luft einen Blick auf das still in den Highlands liegende Schloss zu werfen, berichtet der "Daily Telegraph". Doch dichter Nebel über dem Hochland habe diesen Plan zunichte gemacht.

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