Welt : Mal sind sie virtuelle Kontakter, mal gehetzte Akteure

Die junge Generation wird nach Ansicht von Freizeitforschern zunehmend von einem "elektronischen Lebensstil" geprägt werden. Es handle sich um eine hin und her gerissene Generation, erklärte der Leiter des BAT-Instituts für Freizeitforschung in Hamburg, Horst Opaschowski, der "Saarbrücker Zeitung". "Auf der einen Seite rast- und ruhelos und auf der anderen Seite ständig auf der Suche nach Halt, nach Sinn, nach sozialer Geborgenheit."

"Diese Generation surft in 90 Sekunden um die Welt, sie telefoniert in allen Lebenslagen, sie zappt wie im Fernsehen durch das Leben, steht ständig unter Strom und geht den Mitmenschen nicht selten auf die Nerven", sagte Opaschowski. "Mal sind sie virtuelle Kontakter, mal gehetzte Akteure, aber immer flexible Drifter, die nirgendwo lange verweilen können." Diese Generation wolle überall dabei sein, vor lauter Angst, im Leben etwas zu verpassen.

Allerdings nehme dabei die Sehnsucht nach einem anderen Leben zu, erklärte der Forscher. Die junge Generation sei beispielsweise durchaus zu sozialem Engagement in der Lage, wolle dabei aber Freunde gewinnen können, anerkannt werden und das Gefühl haben, gebraucht, aber nicht ausgenutzt zu werden.

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