Manöverunfall : Panzer geborgen - keine Spur vom Fahrer

Nach der Bergung des in die Elbe gestürzten Bundeswehrpanzers bleibt der vermisste Soldat, der den Panzer fuhr, unauffindbar. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Mann tot ist.

Norbert Claus[ddp]
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Der verunglückte Kampfpanzer Leopard II A6M wird aus der Elbe gezogen. -Foto: ddp

Storkau/AugustdorfDer Manöverunfall mit einem Kampfpanzer auf der Elbe ist offenbar auf einen Fahrfehler zurückzuführen. Der 23-Jährige Panzerfahrer habe wahrscheinlich versehentlich den Vorwärtsgang eingelegt, als er rückwärts fahren wollte, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft heute in Stendal. Der Obergefreite wird seit dem Unfall am Montagabend immer noch vermisst. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Mann tot ist.

Der Panzer vom Typ "Leopard 2" war während einer Übung von einer Bundeswehrfähre in die Elbe gestürzt. Drei Besatzungsmitglieder konnten sich retten. Der Obergefreite, der noch vermisst wird, gehört dem Panzerbataillon 203 im nordrhein-westfälischen Augustdorf an. Die Einheit hält sich seit knapp einer Woche zu Übungen in Sachsen-Anhalt auf. Bei der Ermittlung der Unfallursache hat sich die Staatsanwaltschaft bislang auf Aussagen jener Soldaten gestützt, die mit ihrem Schützenpanzer "Marder" ebenfalls auf der Fähre waren.

Mit spezieller Bergetechnik wurde der 60 Tonnen schwere Kampfpanzer am Donnerstag aus dem Fluss gezogen. Taucher hatten zuvor Trosse an dem versunkenen Fahrzeug befestigt, das nach der Bergung auf einen Schwerlasttransporter geladen und weiter untersucht werden sollte, wie ein Bundeswehrsprecher sagte. Es war vermutet worden, der vermisste Soldat könnte sich noch im Panzer befinden. Dies war aber nicht der Fall. Bundeswehr, Polizei und Wasserrettung setzten die Suche nach dem Vermissten fort.

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