Markennamen-Prozess : Bonbon-Hersteller unterliegt im Streit um "Flocke"

Ein Allgäuer Hersteller von Kräuterbonbons darf auch weiter nicht mit den Bezeichnungen "Flocke, der Eisbär", "Eisbär Flocke" und "Flocke, das Eisbärenbaby" für seine Produkte werben. Das Unternehmen unterlag vor Gericht gegen die Stadt Nürnberg.

Flocke
Nürnberg hat das alleinige Vermarktungsrecht für Merchandise-Produkte rund um Eisbär Flocke. -Foto: ddp

NürnbergDie Vermarktung des Eisbärenbabys Flocke bleibt in der Hand der Stadt Nürnberg. Das Landgericht Nürnberg-Fürth bestätigt damit im Wesentlichen eine einstweilige Verfügung, die der Allgäuer FairField GmbH die Verwendung der Bezeichnungen "Flocke der Eisbär", "Eisbär Flocke" und "Flocke das Eisbärbaby" für Merchandisingprodukte untersagt. Die umfassende Markenanmeldung des Produktentwicklungsunternehmens aus Burgberg vom 13. Januar habe nur dem Zweck gedient, den Wettbewerb zu behindern und von der Stadt Nürnberg Lizenzgebühren zu kassieren, argumentierte der Richter.

Das kleine Unternehmen habe überhaupt nicht die Möglichkeit, alle angemeldeten Waren- und Dienstleistungsgruppen mit eigenen Flocke-Produkten abzudecken, urteilte die Handelskammer des Landgerichts. Die Firma habe in der mündlichen Verhandlung auch keinen Kompromisswillen erkennen lassen, einige Produktbereiche von der Flocke-Vermarktung der Stadt Nürnberg abzugrenzen. Daher sprach das Gericht der Stadt als "Veranstalter des Ereignisses Eisbärenbaby" das alleinige Recht zu, Reisedienstleistungen, Bild- und Tonträger, kosmetische Produkte, Spielsachen und Nahrungsmittel zum Thema Flocke zu lizenzieren. Der FairField GmbH steht es dagegen theoretisch weiterhin frei, medizinische oder optische Geräte unter den angemeldeten Labels zu vermarkten. (cp/ddp)

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