Marmarameer : Fähre in der Türkei gesunken

Beim Untergang einer Autofähre in der Türkei in der Nacht zum Montag ist mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Über 30 Menschen wurden verletzt, rund 20 Passagiere gelten als vermisst.

Fährunglück
Rettungskräfte bergen Verletzte. -Foto: AFP

IstanbulAn Bord der gesunkenen Fähre "Hayat-N" befanden sich nach unterschiedlichen Berichten zwischen 100 und 150 Menschen. Die Fähre, die gerade den Hafen von Bandirma im Nordwesten des Landes in Richtung Istanbul verlassen hatte, bekam kurz vor Mitternacht (Ortszeit) Schlagseite und ging in wenigen hundert Metern Entfernung von der Küste unter, meldete die Nachrichtenagentur Anadolu. "Das Schiff versank innerhalb einer halben Stunde", sagte Bürgermeister Recep Eraydin.

An der Rettungsaktion im Marmarameer beteiligten sich zunächst Fischer aus Bandirma und umliegenden Dörfern. Später wurden auch Hubschrauber des türkischen Militärs mit Nachtsichtgeräten sowie Schiffe der Küstenwache eingesetzt. Rund 70 Menschen wurden gerettet, unter ihnen alle 30 Besatzungsmitglieder. Einige Passagiere schafften es, an Land zu schwimmen.

Dem Sender CNN-Türk sagte der Kapitän, dass offenbar schlecht verteilte Ladung das Unglück verursacht habe. Gerettete Passagiere berichteten, das Schiff habe plötzlich zu schwanken begonnen, ehe es sich auf die Seite legte und sank. Die Fähre transportierte rund 75 Fahrzeuge, überwiegend Lastwagen. (feh/dpa)

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