Massenkarambolage : Winter lässt nicht locker

Winterliche Straßenverhältnisse haben am Freitagmorgen zu zwei Massenkarambolagen geführt. Witterungsbedingte Unfälle ereigneten sich seit Donnerstagabend vor allem in Schwaben, der Oberpfalz, Nieder- und Oberbayern. Dabei kam ein Mann ums Leben, über 50 Menschen wurden verletzt.

Berlin - Einen Massenunfall mit 58 beteiligten Autos, davon 21 Lastwagen, gab es am Freitagmorgen auf der Autobahn Stuttgart-München (A 8) zwischen Augsburg und der Ausfahrt Dasing. Wie die Polizei mitteilte, war wohl starker Nebel der Grund für den Unfall, bei dem 17 Personen leicht verletzt wurden. Ein Augenzeuge sprach von „absolutem Chaos“, die Autobahn habe an ein Trümmerfeld erinnert. Wegen des Rettungseinsatzes wurde die Autobahn in Richtung München komplett gesperrt.

Im Landkreis Straubing-Bogen in Niederbayern ereigneten sich auf einem spiegelglatten Straßenabschnitt von nur 300 Metern Länge zwischen Hunderdorf und Hermannsdorf am Freitagvormittag mehrere Unfälle mit 44 beteiligten Autos, davon drei Lastwagen. Nach Angaben der Polizei wurden zwölf Menschen verletzt, sechs davon schwer.

Tödlich verletzt wurde ein 25 Jahre alter Mann in der Oberpfalz durch ein ins Schleudern geratenes Auto. Nach Polizeiangaben war er mit seinem Fahrzeug bei Schergendorf im Kreis Cham von der Straße abgekommen und im Schnee stecken geblieben. Als ein weiterer Autofahrer ihm Hilfe anbot, stieg der 25-Jährige aus seinem Wagen. In diesem Augenblick kam ein weiteres Auto im Schneetreiben ins Schleudern, erfasste den Mann und schleuderte ihn auf die Straße. Er wurde so schwer verletzt, dass er noch am Unfallort starb.

In der Oberpfalz kam es zudem zu zwölf weiteren Unfällen mit zwei Leichtverletzten wegen nicht angepasster Geschwindigkeit und wegen Glatteises. In Niederbayern gab es in der Nacht zum Freitag 52 Verkehrsunfälle mit mehr als 21 Verletzten. Bei Ruderting im Landkreis Passau überschlug sich das Auto eines 58-Jährigen. Der Fahrer blieb unverletzt. Auf dem südlichen Berliner Ring verursachte ein verunglückter Lkw lange Staus. ddp/dpa

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