Welt : Matthies meint: Nur beamen ist schöner

Alle jammern übers Fliegen, und alle jammern über die Bahn. Und mit dem Auto kommt man auch nirgendwo mehr durch! Irgendwann kriegen sie das Beamen serienreif - doch die Geräte werden dann wohl nicht von Scotty betrieben, sondern von der Lufthansa, mit der Folge, dass die Koffer für den Rom-Trip nicht in Melbourne landen, sondern auf Alpha Centauri. Dabei könnte Fliegen mit heutiger Technik ein Vergnügen sein, wäre das Personal immer von so unerbittlicher Service-Gesinnung wie die Crew von Hapag-Lloyd, die jetzt nicht, wie vorgesehen, direkt nach Griechenland flog, sondern kurz nach dem Start in Hamburg umkehrte: Die Kaffeemaschine war ausgefallen. So schön diese Meldung ist, so bedenklich ist doch, welche Mythen sie zerstört. Einer davon besagt, an Bord seien alle wichtigen Systeme vierfach vorhanden. Mindestens ebenso verblüffend ist die Tatsache, dass das an Bord gern ausgeschenkte dunkelfarbene Getränk offenbar wirklich Kaffee ist - denn wozu wäre sonst eine entsprechende Maschine nötig? Reicht zum Auflösen von Pulver nicht einfaches heißes Wasser? Doch abgesehen von solchen Einwänden erkennen wir hier die außerordentliche Flexibilität des Flugzeugs, das der Pilot in derartigen Notlagen einfach umdrehen und zurückbringen kann, während der ICE wegen der doofen Schienen immer stur geradeaus weiter muss. Das ist der wahre Grund, weshalb dort entweder die Teebeutel oder das Schinkensandwich oder der ganze Speisewagen fehlen. Im Ergebnis gibt es zum Beamen keine Alternative. Aber ob dabei überhaupt noch Getränke serviert werden?

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