Welt : Matthies meint: Was Genforscher nicht wissen

Bei der Sache mit den Genen scheint eine gewisse Ermüdung einzutreten. Nun haben wir die vielen vielen Buchstaben alle eingehend betrachtet, die Seiten aus der FAZ - man weiß ja nie - sorgsam abgeheftet und auch schon die eine oder andere Lesung versucht in der Hoffnung, es könne nach einigen Stunden eine Art meditative Erhöhung eintreten. Doch es blieb beim Gähnen, und die großen Fragen sind noch immer ungeklärt: Welche Religion hat Recht? Gibt es ein Leben nach dem Tod? Und, wenn ja: Was kostet dort drüben der Liter Super? Während also die Genforscher weiter in ihrer Buchstabensuppe herumstippen, sind es andere Wissenschaftler, die uns in den Fragen des Alltags voranbringen. Psychologen! Ernährungswissenschaftler! Dank ihrer Bemühungen wissen wir jetzt wenigstens, wie man beim Essen den guten Liebhaber erkennt. Zum Beispiel anhand der Tischsitten. Kerle, die alles klein schneiden, neigen zu interessanten Tabubrüchen, während der Alles-Durcheinander-Rührer zum Einheitsbrei tendiert; wer den besten Happen zum Schluss aufhebt, ist zu ichbezogen, wer die Reste vom Nachbarteller mopst, darf als treu und experimentierfreudig gelten. Gerade wollten wir die "Freundin" nach der Erhebungsmethode fragen, da lief schon die nächste Meldung zur Sache ein. Der gute Lover nämlich bestellt Gerichte mit Olivenöl, Gemüse und Fisch, während Steak-Fanatiker als unromantisch gelten dürfen. Insgesamt sind also Männer zu empfehlen, die zum Beispiel Olivenöl klein schneiden. Ja, aber wer rät nun uns Männern? Müssen am Ende doch wieder die Genforscher ran.

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