Maxfield-Pleite : Verona bekommt Millionen-Gundstück

Pleiten, Pech und Pannen verfolgen Franjo Pooth seit dem Bankrott seiner Firma Maxfield. Wie gut, dass er Monate zuvor ein auf drei Millionen Euro geschätztes Grundstück auf seine Frau Verona übertragen hatte.

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Verona Pooth und Ehemann und Pleitier Franjo. -Foto: ddp

Düsseldorf Noch vor dem Insolvenzantrag für sein Unternehmen Maxfield hat Franjo Pooth offenbar seinen Anteil an einem Rheinufer-Grundstück im Düsseldorfer Vorort Meerbusch an seine prominente Ehefrau Verona übertragen. Ein Sprecher der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft bestätigte am Freitag entsprechende Informationen des Münchner Nachrichtenmagazins "Focus".

Strafrechtlich sei der Vorgang nicht zu beanstanden, da man als Geschäftsführer einer GmbH nur mit seiner Einlage hafte, das Grundstück aber zu Pooths Privatvermögen gehört habe. Die Maxfield-Gläubiger seien dadurch nicht geschädigt worden. „Wir sehen in der Übertragung aber keinen Anlass für Ermittlungen, weil es sich nicht um Firmenvermögen gehandelt hat“, so die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft.

Staatsanwaltschaft ermittelt weiter

Pooth soll das Grundstück dem Bericht zufolge Ende August 2007 an seine Frau übertragen haben. Der Wert des Geländes betrage rund drei Millionen Euro. Zu diesem Zeitpunkt war Maxfield nach Angaben des Insolvenzverwalters bereits überschuldet. Zudem soll Pooth für Bankenkredite auch selbstschuldnerisch gebürgt haben.

Ob die Übertragung zivilrechtlich angegriffen werden kann, bleibt zunächst unklar. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Pooth wegen des Verdachts der Bestechung und der Insolvenzverschleppung. (sgo/dpa)

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