Medien : Stars fluchen - BBC soll "sorry" sagen

Zum ersten Mal in seiner Geschichte muss sich der Fernsehsender BBC öffentlich für unfeine Flüche von Stars entschuldigen. Im Fokus der Sittenwächter: Pop-Queen Madonna.

Madonna
Wüst in Wembley: Madonna auf dem "Live Earth"-Konzert 2007. -Foto: AFP

LondonDer traditionsreichen Anstalt wurde von der Regulierungsbehörde für die Funkmedien (Ofcom) auferlegt, öffentlich Abbitte zu leisten. Zuvor hatten sich etwa 100 Zuschauer beschwert, dass in sechs Live-Sendungen der BBC von Rock- und Popmusikern "höchst anstößige Worte" gebraucht wurden - darunter das "F-Wort" in verschiedenen Varianten, einschließlich der Formulierung "Motherfucker".

Die Sittenwächter kritisierten die BBC dafür, dass die beanstandeten Live-Programme nicht zeitversetzt und mit entsprechender Zensur ausgestrahlt wurden. Zugleich wurde die Sendeanstalt von Ofcom verdonnert, die Rüge öffentlich zu verlesen. Beanstandet wurde unter anderem die unzensierte Übertragung der weltumspannenden "Live Earth"-Konzerte im Juli vergangenen Jahres. Dabei hätten einige Stars "schwerwiegend und wiederholt" das "F-Wort" in die Menge gerufen.

So war die US-Popkönigin Madonna auch bei der BBC zu erleben, wie sie Zehntausende im Wembley-Stadion mit den Worten "Come on, motherfuckers!" aufrief, durch kräftiges Füßestampfen ihre Unterstützung für den Umweltschutz zu bekunden. Auch "F-Wort"-Auftritte von Ricky Gervais und Razorlight-Sänger Johnny Borrell fand die Behörde anstößig. (feh/dpa)

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