Meeressäuger : Wal-Rettungsaktion in Australien gescheitert

An der australischen Westküste wurden in einer aufwändigen Aktion zehn Wale gerettet. Sie gehörten zu einer Gruppe von über 80 Tieren, die Anfang der Woche an der Küste gestrandet waren. Doch nun liegen sie erneut am Strand.

SydneyDie dramatische Wal-Rettungsaktion in Australien ist gescheitert: Neun der zehn am Dienstag ins Meer zurück begleiteten Wale strandeten am Mittwoch erneut, berichtete die Umweltbehörde. Zwei Tiere waren bereits tot, einer von einem Hai gebissen und schwer verletzt und die anderen so gestresst, dass Tierärzte ihnen wenig Überlebenschancen einräumten. Zudem lagen die Tiere an einem kaum zugänglichen Stück Küste. "Es ist unmöglich, die Maschinen dorthin zu transportieren, um einen neuen Rettungsversuch zu machen", sagte ein Sprecher der Behörde. Auch könnten Helfer dort nicht mit dem Helikopter abgesetzt werden.

Die Grindwale wurden am Mittwoch erneut auf dem Trockenen entdeckt. Sie lagen an einem Strand nur sechs Kilometer von der Flinders-Bucht in Westaustralien entfernt, in der sie am Dienstag ausgesetzt worden waren. Sie gehörten zu den Walen, die eine Massenstrandung von mehr als 80 Tieren am Montag überlebt hatten. Die anderen waren in den ersten 24 Stunden verendet. Wildhüter hatten sie am Dienstag mit Lastwagen in die Bucht transportiert, weil die Tiere von dort aus besser ins Meer zurückschwimmen konnten. Seit 1984 sind an der australischen Westküste 21 mal größere Gruppen von Walen an Strände entdeckt worden. Für das Massenphänomen gibt es bis heute keine wissenschaftliche Erklärung. (mhz/dpa)

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