Welt : Mehr als 300 Tote in Pakistan befürchtet

Kan Bangla - Nach dem schweren Erdbeben in Pakistan rechnen die Behörden mit mehr als 300 Todesopfern. Nach dem letzten Stand seien bei der Katastrophe in der südwestlichen Provinz Baluchistan 215 Menschen ums Leben gekommen, sagte ein Mitglied der Provinzregierung in Quetta. Nach Angaben aus der Stadt Ziarat starben bereits 300 Menschen während des Bebens an ihren Verletzungen. Tausende warteten unterdessen verzweifelt auf Hilfe. Viele mussten die Nacht in Eiseskälte unter freiem Himmel verbringen. Die Region wurde von mehr als 250 Nachbeben erschüttert.

Der Minister ging davon aus, dass unter den Trümmern der zerstörten Häuser weitere Opfer gefunden würden. Ganze Familien seien bei dem ersten großen Beben der Stärke 6,4 verschüttet worden. Viele Tote seien nicht in die Krankenhäuser gebracht worden und stünden daher nicht auf der Opferliste. Das Beben hatte am Mittwochmorgen mehrere Dörfer im Südwesten Pakistans zerstört. In manche Orte konnten die Rettungskräfte noch nicht vordringen. Schätzungen zufolge sind rund 46 000 Menschen in der Region obdachlos geworden.

Im am schwersten betroffenen Dorf Wam waren in der Nacht noch keine Zelte für die Erdbebenopfer eingetroffen, wie ein AFP-Korrespondent berichtete. Die Dorfbewohner kauerten sich bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt um Lagerfeuer und versuchten, in den Ruinen ihrer eingestürzten Lehmhäuser Schutz vor der Kälte zu finden. AFP

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