Mensch vs. Natur : Norweger schießen mit Paintballs auf Elche

Immer häufiger dringen Elche in Skandinaviens Wohngebiete ein. Norwegische Behörden greifen jetzt zu rabiaten Maßnahmen - und rüsten Jäger mit Farbpistolen aus.

Elch
Schon bald Ziel von bunten Farbkugeln? -Foto: ddp

Oslo Norwegische Elche sollen durch das Abfeuern von bunten Paintballs auf ihr Fell vom Eindringen in Wohngebiete abgehalten werden. Wie der Rundfunksender NRK berichtet, hat unter anderem die Stadt Bodø im Norden des Landes ihre kommunalen Elchjäger mit bunten Farbbeuteln, entsprechenden Druckpistolen zum Abfeuern sowie Masken für die Schützen ausgerüstet.

Eine Behördensprecherin in Bodø meinte, neben dem abschreckenden Effekt für die Elche seien auch die roten oder gelben Farbkleckse auf dem Fell von Vorteil: "Wenn wir dann doch ein zu aggressives Tier erlegen lassen müssen, können wir sicher sein, dass es keine Verwechslung gibt." Allerdings verschwindet die in Paintballs übliche Wasserfarbe zu schnell wieder. Deshalb experimentiert das zuständige Wildamt derzeit mit Öl-Farbmischungen. Man müsse eine finden, die haltbar sei, den Tieren aber gesundheitlich nicht schade, sagt die Sprecherin.

Paintball hat in den letzten Jahren international zunehmende Popularität als Abenteuersport gewonnen. Der mit Farbklecksen getroffene Teilnehmer muss als "tot" aus dem jeweiligen Spiel ausscheiden. Der abfeuernde Gegenspieler ruft dann: "Gotcha!" ("Hab' dich!). (mhz/dpa)

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