Welt : Meteorologen: Wir sind nicht schuld

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Berlin Wer von Berufs wegen das Wetter vorhersagt, hat es als Überbringer schlechter Nachrichten nicht leicht. „Wir sind am Wetter nicht schuld“, sagt Tanja Lamprecht von Meteomedia. Die Meteorologin hat an ihrem Schreibtisch ein Telefon, dessen Nummer nur Kollegen und Redakteure kennen. In der Zentrale dagegen sind die Meteorologen den Anrufern ausgesetzt. „Bei uns häufen sich die Klagen aufgebrachter Bürger“, sagt Uwe Kirsche vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach. Sie machten nicht nur ihrer Empörung Luft, sondern forderten oftmals besseres Wetter ein, sagte Kirsche der dpa.

Die Meteorologen haben keine Chance. In diesem Sommer ist das Wetter nahezu durchgängig wechselhaft und unberechenbar. Jederzeit kann es irgendwo örtlich einen Schauer geben. Irgendwo kann es örtlich einmal einen ganzen Tag wunderschön sein, während es fünf Kilometer weiter schüttet.

Für heute und die kommenden Tage hatten die Meteorologen schöneres Wetter versprochen. Sie sahen einen Hoffnungsschimmer und wollten das niemandem vorenthalten. Es sollte zum Wochenende hin sommerlich werden, Temperaturen von bis zu 30 Grad wurden vorhergesagt. Gestern klang das schon etwas anders. Die Temperaturen sollen steigen, aber Sonne? „Sonne wird es jeden Tag geben“, sagt Tanja Lamprecht, „aber es ziehen immer wieder Schauerwolken durch. Samstag und Sonntag – da sollte es eigentlich am schönsten werden – wird es örtlich kräftige Gewitter geben“.

Vorsicht also beim Picknick. Am einfachsten haben es Liebespaare. Für die scheint immer die Sonne. os

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