MetOp : Start von europäischem Wettersatelliten erneut verschoben

Der Start des neuen europäischen Wettersatelliten MetOp vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan verzögert sich erneut um mindestens 24 Stunden.

Baikonur/Darmstadt - Auch der Countdown für einen am Dienstagabend geplanten zweiten Versuch, den Satelliten mit Hilfe einer Sojus-Trägerrakete ins All zu schießen, musste abgebrochen werden. Zur Begründung hieß es von der Europäischen Wettersatelliten-Organisation Eumetsat in Darmstadt, es gebe Probleme mit dem Triebwerk. Genaues wisse man noch nicht.

Am Montag war bereits ein erster Startversuch abgesagt worden. In einem Programm zur Flugstabilisierung der Trägerrakete hatte ein Computer einen falschen Wert entdeckt. Daraufhin hatte der Computer die Startprozedur 90 Minuten vor dem Abheben der Rakete automatisch gestoppt.

Noch am Dienstagmittag hatte die Europäische Raumfahrtagentur Esa grünes Licht für den zweiten Startversuch am Abend signalisiert. Der Fehler vom Vortag sei behoben, hieß es. Kurz darauf jedoch erfolgte der erneute Abbruch.

Von MetOp erhoffen sich die Wetterdienste in Europa eine deutliche Verbesserung der Vorhersagen und der Klimaüberwachung. Der Satellit soll in vergleichsweise niedriger Höhe auf einer polaren Umlaufbahn die Erde umkreisen. MetOp ist nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes mit einer vollkommen neuen Scanner-Technologie ausgerüstet. (tso/ddp)

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