Mexiko : 17 Tote bei Massaker auf einer Party

Im Norden Mexikos hat ein bewaffnetes Kommando eine Party von Jugendlichen überfallen und 17 von ihnen getötet. Etwa zehn weitere Jugendliche wurden bei dem Überfall in Torreón verletzt, wie die Polizei mitteilte.

Der Überfall trage die Handschrift der Killerkommandos der Drogenkartelle, hieß es. Die schwer bewaffneten Täter stürmten die Party am Stadtrand und riefen „Tötet sie alle“. Anschließend hätten sie wahllos in die Menge geschossen, hieß es. Die Ermittler fanden am Tatort mehr als 200 Patronenhülsen. Torreón ist die Hauptstadt des mexikanischen Bundesstaates Coahuila, der an Texas grenzt. Der Überfall in Torreón erinnerte an eine ähnliche Gewalttat Anfang des Jahres in der Stadt Ciudad Juarez an der Grenze zu Texas. Dort hatten vom Juarez-Kartell angeheuerte Killer eine Party von Schülern und Studenten angegriffen und 15 Gäste getötet. Ein festgenommener Verdächtiger hatte damals ausgesagt, die Täter hätten die Schüler für Mitglieder einer rivalisierenden Drogenbande gehalten.

Die Behörden bringen in diesem Jahr bereits 7000 Todesfälle mit dem Drogenkrieg in Verbindung. In Mexiko tobt seit Jahren ein Krieg zwischen Drogenkartellen um Versorgungsrouten in die USA. Die Regierung hat 50 000 Soldaten zum Kampf gegen die Banden abgestellt, ohne durchschlagenden Erfolg. AFP

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