Mexiko : 50 Morde in einer Woche durch Drogenbanden

Den Kämpfen zwischen Drogenbanden sind in Mexiko innerhalb von einer Woche mehr als fünfzig Menschen zum Opfer gefallen. In Ixtapan erschossen mutmaßliche Mitglieder eines Drogenkartells den Bürgermeister.

Mexiko-StadtIn Mexiko sind bei Auseinandersetzungen zwischen Drogenbanden in der vergangenen Woche mehr als 50 Menschen ermordet worden. Allein in der nordmexikanischen Grenzstadt Tijuana wurden lokalen Presseberichten vom Sonntag zufolge nur während des Wochenendes die Leichen von zwölf ermordeten Männern gefunden. Die Täter klebten ihnen entweder Paketklebeband über Mund und Nase, so dass sie erstickten oder schossen ihnen in den Kopf. Zwei Leichen seien mit abgetrennten Köpfen gefunden worden.

Bei zwei gleichzeitigen Schießereien zwischen schwerbewaffneten Kriminellen in Tijuana, die mit insgesamt zwölf nagelneuen Jeeps durch die Stadt rasten, wurde ein Mensch getötet und mindestens sechs verletzt. Die Täter waren mit kugelsicheren Westen und Polizeifunkgeräten ausgerüstet.

Die Justiz geht davon aus, dass es sich in den meisten Fällen um Kämpfe verschiedener Banden handelt, die den Schmuggel von Drogen und Menschen in die USA kontrollieren wollen. In der Stadt Ixtapan im Bundesstaat México erschossen mutmaßliche Mitglieder einer Drogenbande den Bürgermeister. Drei Begleiter seien bei dem Feuerüberfall auf den Wagen des Politikers verletzt worden.

Unterdessen setzte das Drogenkartell  "Cartel del Golfo" eine Belohnung von fünf Millionen Dollar (3,5 Millionen Euro) für Hinweise auf die Täter aus, die am 15. September einen Bombenanschlag in der Stadt Morelia verübt hatten, bei dem acht Menschen getötet wurden. Die Mitteilung über die Belohnung, mit der das Kartell zugleich jede Beteiligung an der Tat zurückwies, wurde auf großen Plakaten gemacht, die an Brücken im Norden des Landes hingen. (yr/dpa)

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