Michael Jackson : Teilweise kahlköpfig

Jackos Leiche soll sich in einem furchtbaren Zustand befunden haben – seine Eltern erheben Anspruch auf das Erbe.

Rita Neubauer

Was lange gemunkelt wurde, scheint sich zu bestätigen: Die ehemalige Krankenschwester Debbie Rowe und Michael Jackson waren zwar verheiratet und gaben die Kinder Prince Michael (12) und Paris (11), die der Popstar alleine großzog, als gemeinsame Kinder aus – doch Jackson ist möglicherweise gar nicht der Vater. Vielmehr kamen die Samenzellen von einem unbekannten Spender. In einem Interview mit „News Of The World“ enthüllt Rowe, dass zwischen ihr und dem King of Pop nie mehr als eine Art Vertrag bestand: „Michael war geschieden, einsam und wollte Kinder. Ich war diejenige, die zu ihm sagte: ,Ich werde dir Kinder schenken.’ Ich bot ihm meine Gebärmutter, es war ein Geschenk.“ Sie habe ihn glücklich machen wollen und sei „nur das Gefäß“ gewesen. „Es war nicht Michaels Sperma.“

Die Todesumstände von Michael Jackson sind unterdessen mehr als unklar. Zudem ist der Kampf um sein Erbe und seine Kinder voll entbrannt. Jacksons Mutter Katherine hat am Montag vor Gericht die Vormundschaft für die drei Kinder beantragt und vorläufig auch bekommen. Wie der Internetdienst tmz.com berichtete, machte sie geltend, dass die Kinder „keine Beziehung mit ihrer biologischen Mutter“ hätten. Dagegen hätten die Kinder eine „lang bewährte Beziehung“ mit ihrer Großmutter und seien bei ihr gut aufgehoben. Gemeinsam mit ihrem Mann Joe beansprucht sie auch die Kontrolle über Jacksons Vermögen. „Nur Katherine und ich haben die Vollmacht für unseren Sohn und seine Kinder“, ließ der 79 Jahre alte Vater laut „Los Angeles Times“ durch einen Sprecher erklären.

Jackos Leiche hat nach einem Bericht der britischen Zeitung „The Sun“ zahlreiche Narben und Verletzungen aufgewiesen. Der Sänger hatte bei seinem Tod dem Bericht zufolge nur teils aufgelöste Tabletten im Magen und wog bei einer Größe von 1,77 Metern knapp 51 Kilo. Das Boulevardblatt berief sich in seinen Bericht auf Ergebnisse der Obduktion, schrieb allerdings nicht, wie es an die Informationen gelangte. Laut „Sun“ trug der 50-jährige Sänger an seinem Todestag am Donnerstag eine Perücke, unter der er stellenweise kahlköpfig war. Eine vernarbte Stelle über Jacksons linkem Ohr sei total kahl gewesen. Grund dafür war laut „Sun“ ein Unfall aus dem Jahr 1984, als Jacksons Haar bei Werbeaufnahmen Feuer fing. Zudem wies die Leiche dem Bericht zufolge Verletzungen von den erfolglosen Wiederbelebungsversuchen auf. So seien mehrere Rippen gebrochen gewesen. Außerdem gebe es in der Herzregion vier Einstichstellen von Spritzen. Laut „Sun“ sollte das Herz des Sängers mit Adrenalin wieder zum Schlagen gebracht werden. Drei der Spritzen sollen auch die Herzwand durchstochen haben. Das Gesicht des Sängers habe Narben chirurgischer Eingriffe aufgewiesen. Eine Seite seiner Nase sei teilweise eingefallen gewesen. Ferner seien an der Leiche des Sängers Einstiche an Hüfte, Schenkeln und Schulter gefunden worden, die angeblich von Schmerzmittel-Injektionen stammen. Ferner hätten die Gerichtsmediziner zahlreiche Narben von mindestens 13 kosmetischen Operationen festgestellt. Wie das Boulevardblatt weiter berichtete, hatte Jackson Verletzungen an den Knien und Schienbeinen. Schnittwunden am Rücken sollen von einem Sturz herrühren. Das in scharfer Konkurrenz stehende US-Internet-Portal „TMZ“ bezeichnete den „Sun“-Bericht später als falsch.

Mit wirrem Haar und abgemagert, so hat ihn auch Grace Rwaramba in Erinnerung, als sie ihn das letzte Mal im Dezember sah. Die 42-Jährige war die langjährige Nanny der Jackson-Kinder. Sie wurde von Jackson im vergangenen Jahr gefeuert, weil er sich hintergangen fühlte. Rwaramba hatte damals seine Familie angerufen und um Unterstützung gebeten, weil er zu wenig aß und unter Medikamenteneinfluss stand. mit dpa

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