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Mieterbund : In Deutschland fehlen 250.000 Wohnungen

06.12.2012 15:00 Uhr
Wie die Wohnungssuche zum Albtraum wird.Bild vergrößern
Wie die Wohnungssuche zum Albtraum wird. - Foto: dpa

In der Bundesrepublik herrscht Wohnungsknappheit: So schätzte der Deutsche Mieterbund, dass Deutschland rund 250.000 Mietwohnungen zu wenig hat. Betroffen sind vor allem Ballungszentrum und Universitätsstädte.

In Deutschland fehlen nach Schätzungen des Deutschen Mieterbunds rund 250.000 Mietwohnungen.„Wir steuern geradewegs auf eine echte Wohnungsnot zu“, erklärte Mieterbund-Präsident Franz-Georg Rips am Donnerstag in Berlin. Wohnungen fehlen dem Verband zufolge vor allem in Großstädten, Ballungsräumen und Universitätsstädten.
Der Mieterbund forderte, den Neubau von Wohnungen deutlich zu verstärken. „Wir benötigen mindestens 150.000 neue Mietwohnungen pro Jahr, davon 40.000 Sozialmietwohnungen“, erklärte Rips. Derzeit werden laut Mieterbund nur 65.000 bis 70.000 Mietwohnungen pro Jahr fertig gestellt.

Zudem schrumpft demnach der Bestand der noch 1,5 Millionen Sozialwohnungen jährlich um 100.000 Wohnungen. Zugleich wachse die Zahl der Haushalte vor allem in Städten weiter.
Gerade in Städten und Ballungszentren seien „drastisch steigende Mieten“ die Folge, kritisierte der Mieterbund. Mittelfristig müsse der Wohnungsneubau angekurbelt werden, „kurzfristig helfen aber nur Änderungen im Mietrecht“, forderte Rips. Der Mieterbund forderte deshalb unter anderem, dass Neuvertragsmieten höchstens zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen dürfen. Bei den Vergleichsmieten sollten zudem alle Mieten berücksichtigt werden und nicht nur die Abschlüsse der vorherigen vier Jahre.

Wohnungsnot sei nicht nur ein Problem der Studenten, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bauminister Peter Ramsauer (CSU) glauben machen wollten, erklärte Mieterbund-Präsident Rips.
Die Probleme beträfen auch junge Familien, Rentner, einkommensschwächere Haushalte und Normalverdiener in Großstädten und Ballungszentren.

Rips forderte die Bundesregierung auf, die Mieter vor drastisch steigenden Wohnkosten zu schützen. Die Regierung dürfe deshalb nicht länger an einem Mietrechtsänderungsgesetz festhalten, „das Mieterrechte beschneidet und zusätzliche Mietsteigerungen begünstigt“. Laut Mieterbund stimmt der Bundestag am 13. Dezember über das Gesetz ab. Vorgesehen seien darin Verschlechterungen wie eine zeitlich begrenzte Abschaffung des Mietminderungsrechts und eine Aufweichung des Kündigungsschutzes.

(AFP)

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