Milchpulverskandal : Neue Melamin-Funde in Asien - Nestlé und Mars betroffen

Immer mehr Produkte sind betroffen. Die großen Konzerne bleiben davon nicht verschont. Jetzt mussten Süßigkeiten der Unternehmen Mars und Nestlé in Südkorea vom Markt genommen werden. Ein Ende des Lebensmittelskandals scheint nicht in Sicht.

Mars
In Südkorea wurde der Schokoriegel vom Markt genommen. -Foto: dpa

TokioDie Lebensmittelkonzerne Nestlé und Mars müssen nach Melamin-Funden in Südkorea einige ihrer Produkte in dem Land aus den Regalen nehmen. Betroffen seien ein Schokoriegel und Schokolinsen, teilte das Unternehmen Mars mit. Die koreanische Lebensmittel- und Gesundheitsbehörde habe in einzelnen Proben Melamin gefunden. Die Werte lägen aber weit unter den in den USA und Europa geltenden Grenzwerten. Der Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestlé nahm auf Druck der Behörde in Südkorea einen Schokoriegel vom Markt, in dem die Chemikalie ebenfalls nachgewiesen wurde. Das Produkt sei nach internationalen Standards aber völlig sicher, erklärte der Hersteller.

Auch Japan gehört mittlerweile zu den betroffenen Ländern des Melamin-Skandals. Nach Berichten japanischer Medien wurde bei Tests  in einem chinesischen Schokoprodukt die giftige Chemikalie gefunden. Die Regierung in Osaka forderte die Importfirma NS International auf, die Süßigkeit vom Markt zu nehmen. Die slowakische Lebensmittelbehörde zog am Wochenende Milchgetränke aus dem Verkehr, die fast sechs Mal mehr Melamin enthielten als erlaubt. Wie die Staatliche Veterinär- und Lebensmittelverwaltung (SVPS) mitteilte, war das in Getränkedosen verkaufte Produkt mit der englischen Bezeichnung "Milk drink" illegal importiert worden. Einige Tage zuvor war in Österreich Melamin im Milchshake eines China-Restaurants in Graz nachgewiesen worden. (ml/dpa)

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