• Milchpulverskandal: Verseuchte Milchbonbons aus China in Baden-Württemberg entdeckt

Milchpulverskandal : Verseuchte Milchbonbons aus China in Baden-Württemberg entdeckt

Das baden-württembergische Verbraucherministerium warnt vor dem Verzehr des Karamelbonbons "White Rabbit". Die Vertreiber haben den Import in die EU bereits gestoppt. Inwieweit der Verzehr der Süßigkeit ein gesundheitliches Risiko darstellt, konnte noch nicht endgültig festgestellt werden.

StuttgartNach dem Milchskandal in China sind in Baden-Württemberg mit der Industriechemikalie Melamin verseuchte Milchbonbons aufgetaucht.   Das Verbraucherministerium in Stuttgart warnte vor dem Verzehr der Weichkaramellen der Marke "White Rabbit". Der chinesische Hersteller Guanshengyuan und der niederländische Vertreiber Liroy B.V. hätten den Verkauf gestoppt und die Süßigkeit weltweit zurückgerufen. Durch die Chemikalie, die in der Industrie als Bindemittel benutzt wird, sind nach offiziellen Angaben in China mehr als 50.000 Säuglinge an Nierensteinen erkrankt. Drei Todesfälle sind bestätigt.

Nach einer ersten Risikoabschätzung bestehe beim Verzehr einzelner Bonbons keine Gesundheitsgefahr, wie dies bei Säuglingsnahrung in China der Fall war. Dennoch wurde Verbrauchern vorsorglich empfohlen, die Süßigkeit nicht zu essen. Melamin sei den Bonbons beigemischt worden, um einen höheren Proteingehalt vorzutäuschen, hieß es in Stuttgart. Nach Angaben der "Stuttgarter Nachrichten" wurde die betroffene Ware in einem Stuttgarter Asia-Shop entdeckt. Die Analyse habe ergeben, dass die Bonbons mit Melamin belastet sind. (ml/dpa)

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