Welt : Minirock im Winter?

Modeschöpfer in Paris überraschen das Publikum PARIS (AFP).Die Mode kennt keine Saison mehr.Die Prêt-à-Porter-Mode für den kommenden Winter, die 91 internationale Designer eine Woche lang in Paris vorgestellt haben, sucht nach neuen Wegen.Mit hauchdünnen Hüllen, Mikrominis, entblößten Busen oder Sandalen mit Pfennigabsätzen wagt man sich in unseren Breitengraden im Winter kaum auf die Straße - es sei denn, man geht dem horizontalen Gewerbe nach.An "Callgirls und Co" richteten sich zwei von drei Kollektionen, empörte sich bereits die Tageszeitung "Le Figaro" über den neuen "Nuttenlook". Das sind keine fairen Worte.Doch das Publikum war doch einigermaßen überrascht.Lagerfeld, der nach seinen Chanel- und Chloé-Schauen am Montag mit seinem eigenen Namen zum dritten Mal innerhalb einer Woche auf den Pariser Laufstegen präsent war, ließ manche Models in Miniröcken auftreten.Der Spanier Paco Rabanne empfahl zudem noch freie Schultern. Doch auch tragbare Wintermode wurde vorgestellt.Die Frauen haben die Wahl zwischen mehreren Silhouetten: lang oder kurz, fließend oder körpernah.Modefreaks verbinden sämtliche Stile miteinander.Hauptinspirationsquelle der Designer sind diesmal die 80er Jahre.Wuchtige Schulterpolster feiern ein Comeback. Der Komfortlook mit weit geschnittenen Hosenanzügen, kurzen oder hochgeschlitzten Röcken (Karl Lagerfeld oder Jean-Paul Gaultier) und leichte Kleider aus Chiffon und Spitzen unter Wolljacken zeigen den Trend, Maskulines und Feminines zu vermischen.Beim traditionellen Chanelkostüm hat "Kaiser Karl" diesmal die Knöpfe mit den Initialen des Hauses durch Reißverschlüsse ersetzt. Yves Saint Laurent zeigte wieder nur in den Salons seines Couture-Hauses einem ausgewählten Kreis 31 Modelle von klassischer Eleganz: schlichte schwarze Mäntel zu Hosen und schmalem Mohairpullover oder Knickerbockeranzüge aus Glenchek.Pierre Berge, der Manager des Hauses, reibt sich die Hände."Seit gewisse Personen auf der Modeszene erschienen sind, haben wir unseren Haute-Couture-Umsatz verdreifacht", sagte Berge.Damit spielte er auf den neuen Dior-Chef John Galliano und seinen Nachfolger bei Givenchy, Alexander McQueen, an.

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