Welt : Minis für Kerle

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Mailand (dpa/os). Internationale Kulturen und Folklore inspirieren seit jeher die Modedesigner. Auch in der Saison Frühjahr/Sommer 2003 spielen solcherlei Einflüsse wieder eine nicht unwesentliche Rolle in der Männermode, wie noch bis zum heutigen Donnerstag in Mailand bei der Milano Moda Uomo zu sehen ist. Bestes Beispiel: das Haus Prada, das jetzt auch den dritten Anlauf unternimmt, an die Börse zu gehen. Hawaiianische und asiatische Elemente akzentuierten bei der Schau des Mailänder Trendsetters den modernen Dandy-Look.

Die typischen Blumengirlanden der Südsee wurden stilisiert umgesetzt und zum Bespiel über Anzügen getragen. Gewickelte, bedruckte Seidenhemden mit Kurzarm steckten in knielangen, bundlosen Hosen. Zu sehr kurzen Shorts kombinierte Miuccia Prada Leinen-T-Shirts mit Knitteroptik. Schmale Krawatten verwandelten sich in Zierblenden. Hüfttaschen und weiche Schuhe rundeten das Bild ab.

Vor allem die kurzen Prada-Hosen für Männer fallen auf. Viele Frauen halten es für eine Zumutung, wenn ein Mann Shorts trägt. Hässliche nackte Männerbeide, die stachelig aus kurzen Hosen herausragen – das ist die sicherste Methode, sich Frauen vom Leib zu halten. Aber viele Männer tragen Shorts schließlich nicht, um Frauen zu gefallen.

Gucci zeigte den Mann angezogener. Mit weichen seidenen Stoffen und asiatischen Mustern. Stardesigner Tom Ford, der die Marke seit einigen Jahren wieder hochgebracht hat, könnte vielleicht auch bei den Männern den großen Durchbruch schaffen. Die Männer müssen sich ja nicht das von Gucci kaufen, was auf dem Laufsteg präsentiert wird. Das dient ohnehin eher als Mittel, um Aufmerksamkeit zu erlangen, damit die Männer konventionelleres aus diesem Haus kaufen. Das Hemd bei Burberry Prorsum schimmert in glänzendem zweifarbigem Streifendesign. Die englische Marke interpretiert das eigene Karo völlig neu, indem sich Streifen überkreuzen und an den Schnittstellen Karo-Effekte entstehen.

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