Miss Germany beim Papst : Schönheit trifft Heiligkeit

Die amtierende "Miss Germany" ist eine angehende Religionslehrerin aus der Nähe von Münster. Am Mittwoch traf Lena Bröder in Rom Papst Franziskus.

Papst Franziskus ist auf diesem von der Vatikan-Zeitung "Osservatore Romano" verbreiteten Foto bei der Generalaudienz auf dem Petersplatz mit "Miss Germany" Lena Bröder im Gespräch.
Papst Franziskus ist auf diesem von der Vatikan-Zeitung "Osservatore Romano" verbreiteten Foto bei der Generalaudienz auf dem...Foto: EPA/Osservatore Romano/dpa

Lena Bröder (26), amtierende „Miss Germany“, hat am Mittwoch in Rom Papst Franziskus getroffen. Bei strahlendem Sonnenschein stand die 26-Jährige gemeinsam mit vielen anderen Ehrengästen in der ersten Reihe ganz in der Nähe des überdachten Papst-Stuhls, von dem aus Franziskus zuvor zu den Tausenden Gläubigen gesprochen hatte. Immer wieder war Jubel zu hören und natürlich die obligatorischen „Viva il Papa“-Rufe (Es lebe der Papst!). Es dauerte eine Weile, ehe der Papst bei Bröder angekommen war. Papst Franziskus ist dafür bekannt, sich stets Zeit für die Pilger zu nehmen, für Fotos zu posieren und immer wieder auch ein Pläuschchen zu halten.

Die angehende Religionslehrerin überreichte dem Papst das erste Exemplar ihres Buches „Das Schöne in mir - Mit Glaube zum Erfolg“. Nach Angaben der Organisatoren des Schönheitswettbewerbs war es das erste Mal in 89 Jahren, dass ein Papst eine „Miss Germany“ empfing. Verleger Manuel Herder hatte das Treffen vermittelt.

Die Begegnung mit dem Papst habe sie „bewegt“, sagte Bröder anschließend. „Ich habe ihm gesagt, dass ich für ihn bete“. Weiter habe sie Franziskus berichtet, dass ihre Schüler und sie sich einen Besuch des Papstes in Deutschland wünschten. Franziskus habe sich für den Titel ihres Buches interessiert und ihn selbst zweimal laut auf Deutsch vorgelesen. Zum Abschluss machte sie ein Selfie mit dem Papst.

Bröder, die während der Generalaudienz in der ersten Reihe hinter den Bischöfen saß, trug ein blaues knielanges Spitzenkleid samt Jäckchen und ihre „Miss Germany“-Schärpe in den Farben schwarz-rot-gold. Dazu hatte sie nach eigenen Angaben jenen Goldschmuck ausgewählt, den sie auch während der Kür zur Miss Germany im Februar getragen hatte. Das Kleid habe sie bereits in der vergangenen Woche in der Talk-Show von Markus Lanz „Probe getragen“.

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Besonders beeindruckt habe sie, so Bröder weiter, dass Franziskus auf alle Menschen, vor allem die Kranken, zugehe, sie berühre und ihnen in die Augen schaue. „Das ist ein Vorbild für uns.“

Franziskus hatte am Wochenende das Streben nach einem perfekten Körper angeprangert. „Die Welt wird nicht besser, nur weil augenscheinlich perfekte Menschen in ihr leben“, sagte der Papst in einem Gottesdienst für Behinderte auf dem Petersplatz.

Bröder ist derzeit an einer Gesamtschule in Havixbeck bei Münster Referendarin für die Fächer katholische Religionslehre und Hauswirtschaft. Sie war im Februar zur „Miss Germany“ gewählt worden.

Das Buch der Miss Germany erscheint am 21. Juni im Freiburger Herder-Verlag. Bröder traf am Rande der Generalaudienz auch mit dem Trierer Bischof Stephan Ackermann zusammen, dem sie ebenfalls ihr neues Buch überreichte. (KNA/dpa)

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