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Missbrauch : Verdacht an weiterer Reformschule

Die Schule Birklehof mit Gymnasium und Internat in Hinterzarten (Schwarzwald) hat nach Informationen des "Tagesspiegels am Sonntag" Hinweise auf bisher nicht bekannt gewordene Missbrauchsfälle in den 50er und 60er Jahren. Hartmut von Hentig war dort auch Lehrer.

BerlinDie Schule – sie gehört wie die Odenwaldschule zur Vereinigung der Deutschen Landerziehungsheime – kündigte in einem der Zeitung vorliegenden Rundbrief an ihre ehemaligen Schüler eine Überprüfung der eigenen Einrichtung an. „Es scheint, dass Verfehlungen Einzelner insbesondere in den 50er und 60er Jahren vorgekommen sind", heißt es in dem Brief.

Geleitet vom „Prinzip äußerster Vorsorge“ sei eine Rechtsanwältin als unabhängige Ansprechpartnerin beauftragt worden, bei der mögliche Missbrauchsfälle gemeldet werden könnten. Lehrer am Birklehof war auch der in Berlin lebende Pädagoge Hartmut von Hentig, von 1953 bis 1955.

Hentig versicherte der in Berlin erscheinenden Zeitung auf die Frage nach Missbrauchsfälle an der Schule Birklehof: „In der Zeit, in der ich da war, hat sich nichts ereignet, nichts, was ich gehört hätte.“ Hentig hatte vor wenigen Tagen den Vorwurf zurückgewiesen, von Übergriffen des ehemaligen Schulleiters der Odenwaldschule, seines Lebensgefährten Gerold Becker, gewusst zu haben. Tsp

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