• Missbrauchsvorwürfe gegen US-Fernsehstar: Auch Whoopi Goldberg lässt Bill Cosby fallen

Missbrauchsvorwürfe gegen US-Fernsehstar : Auch Whoopi Goldberg lässt Bill Cosby fallen

Bill Cosby verliert einen seiner letzten Unterstützer: Auch Whoopi Goldberg distanziert sich von der US-Fernsehlegende, der Vergewaltigung vorgeworfen wird.

Whoopi Goldberg.
Whoopi Goldberg.Foto: dpa

Der mit zahlreichen Missbrauchsvorwürfen konfrontierte US-Fernsehstar Bill Cosby hat eine seiner letzten öffentlichen Unterstützerinnen verloren. Sie glaube nicht länger an seine Unschuld, auch wenn seine Schuld noch nicht bewiesen sei, sagte Schauspielerin Whoopi Goldberg am Dienstag im US-Sender ABC.

"Würde dies vor dem Gerichtshof der öffentlichen Meinung verhandelt, würde ich sagen: Alle verfügbaren Informationen zeigen in Richtung 'Schuld'." In den vergangenen Monaten hatten rund 30 Frauen Cosby sexuelle Vergehen bis hin zur Vergewaltigung vorgeworfen, die teils mehrere Jahrzehnte zurückliegen. Der Schauspieler, der in den 80er Jahren mit der Sitcom "The Cosby Show" weltbekannt geworden war, bestritt die Vorwürfe in der Öffentlichkeit vehement.

Allerdings hatte er 2005 zugegeben, im Jahr 1976 einer Frau das Beruhigungsmittel Quaaludes verabreicht zu haben, weil er mit ihr Sex haben wollte. Entsprechende Gerichtsunterlagen waren vergangene Woche veröffentlicht worden.

Bill Cosby
Bill CosbyFoto: dpa

Goldberg, die trotz der vielen Vorwürfe lange zu Cosby gehalten hatte, reagierte in dem TV-Gespräch auf die Einschätzung eines Rechtsexperten, wegen der Verjährungsfristen werde es vermutlich nicht zu einem Prozess gegen Cosby kommen. Sie antwortete, nun könne sie nicht mehr sagen, sie halte Cosby solange für unschuldig, bis das Gegenteil bewiesen sei, denn "es gibt keinen Weg mehr das zu beweisen".

Gleichzeitig äußerte Goldberg Unverständnis für die Verjährungsfrist. "Es gibt einen Serienvergewaltiger, der seit 30 Jahren auf der Straße ist. Da dachte ich, ehrlich gesagt, 'gut, hier sind alle Informationen, steckt ihn hinter Gitter'." (AFP)

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