• Mit glühenden Antennen durch die Wolken des Jupiter Heute geht die spektakuläre Reise der Raumsonde „Galileo“ zu Ende

Welt : Mit glühenden Antennen durch die Wolken des Jupiter Heute geht die spektakuläre Reise der Raumsonde „Galileo“ zu Ende

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Nach 14jähriger Reise endet am heutigen Sonntag die Expedition der amerikanischen Raumsonde „Galileo“. Gegen 22 Uhr wird das zwei Tonnen schwere Raumschiff mit einer Geschwindigkeit von etwa 180000 Kilometern pro Stunde in die dichte Atmosphäre des Jupiter eintauchen. Es wird auseinander brechen und vollständig verglühen.

34 Mal hat die Raumsonde den Planeten Jupiter umrundet. Sie ist dabei mehrfach an den vier großen Monden Io und Europa, Ganymed und Callisto vorbeigeflogen. Die zum Teil aus wenigen 100 Kilometern Abstand gemachten Bilder zeigen den innersten dieser Monde, Io, als vulkanisch aktivsten Himmelskörper des Sonnensystems: mit etwa 300 Schildvulkanen, Kegeln und Schloten und dutzenden kilometerlangen Lavaströmen, die bis zu 1600 Grad Celsius heiß sind.

Io und Europa sind etwa so groß wie der Erdmond, die eisigen Ganymed und Callisto wesentlich größer. Europas Kruste besteht aus verglichsweise jungen, frischen Eisplatten. Sie lassen vermuten, dass sich tief unter der Eisdecke ein riesiger Ozean aus flüssigem Wasser verbirgt. Es enthält offenbar Meersalze, und die Wasserschicht könnte mehr als 100 Kilometer tief sein. Ob es in dem Ozean primitive Lebewesen gibt, darüber wird augenblicklich viel spekuliert.

In den Stunden vor dem gezielten Absturz wird Galileos Kamera auf den kleinen Mond Amalthea gerichtet sein. Astronomen vermuten, dass der nur 270 Kilometer lange Brocken mit den Kometen verwandt ist. tdp

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