BACKStage : Keine Zickereien

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Ruckeln am Knaben. Sissi Goetze richtet noch kurz das Revers.Foto: Lisa Strunz
Ruckeln am Knaben. Sissi Goetze richtet noch kurz das Revers.Foto: Lisa Strunz

9:30 Uhr, noch eine Stunde bis zur Präsentation. Stress hatte man erwartet oder wenigstens ein bisschen Durcheinander – aber Sissi Goetze ist ganz entspannt. Es ist das dritte Mal, dass sie im Studio der Berliner Fashion Week ihre Männermode präsentiert, und langsam stellt sich Routine ein. „Das Wichtigste ist, dass alle Models da sind, und mit Jungs ist es eh immer einfacher: keine Zickereien, keine High-Heel-Unfälle.“ Weil sie die Erste an diesem Morgen im Studio ist, konnte sie zwei Stunden vorher in den Backstage-Bereich und alles vorbereiten: die Kollektion aufbügeln, die Podeste zurechtrücken, sogar Zeit zum Frühstücken ist geblieben. Natürlich sei sie trotzdem dreimal die Kleiderstangen entlanggegangen und habe überprüft, ob auch wirklich alles da ist. Wie immer baut ihre Kollektion auf die letzte auf. Die niedlichen Knaben sind zu coolen Jungs herangewachsen, erinnern an die Mods der Sechziger. Als alle Models ihre Outfits tragen, legt Sissi Goetze die Aufstellung auf den Podesten fest, denn im Studio stehen die Models und laufen nicht über einen Laufsteg. Bisher hat sie sich immer schon lange vorher Gedanken darum gemacht, inzwischen entscheidet sie spontan und nach Gefühl. Einmal noch geht sie mit der Fusselbürste um die Jungs herum – dann kann’s losgehen. Lisa Strunz

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