Berliner Startup will das Modebloggen revolutionieren : Heap und stichfest

Drei Berliner Startupper wollen mit einer App die Social Media-Szene aufmischen: "Heap" soll mehr Möglichkeiten zu besonders hübschen Postings bieten. Und doch näher an der Realität bleiben als Konkurrenzanbieter.

Manuel Almeida Vergara
Bilder, Videos, Texte: Heap soll für mehr optischen Glanz sorgen. Für die inhaltliche Qualität bleibt der Blogger selbst verantwortlich.
Bilder, Videos, Texte: Heap soll für mehr optischen Glanz sorgen. Für die inhaltliche Qualität bleibt der Blogger selbst...Foto: Promo

Heute kann jeder Modejournalist sein. Oder will es zumindest. Zwar ebbt die Hochzeit der Modeblogs ganz gemächlich ab, trotzdem schießen neue digitale Stil-Tagebücher noch immer beinahe täglich aus dem Nährboden engagierter Selbstdarstellungslust. Manchmal geht die inhaltliche Qualität irgendwo zwischen Selfies und Hashtags verloren. Zu etwas mehr Glanz, zumindest was die Optik angeht, verhilft die neue App "Heap". Anfang des Jahres von Sami Benchekroun, Christopher Leidinger und Mario Lebherz gegründet, will das Berliner Startup die Social Media-Szene ein bisschen aufmischen. "Unsere App soll endlich ermöglichen, Fashion und Lifestyle überall mit allen Facetten aufzunehmen und darzustellen", sagen sie.

Realität und Natürlichkeit - ausgerechnet in der Mode!

Tatsächlich passt das Wort "Aufmischen" recht gut zu Heap: Anders als bei anderen Formaten lassen sich hier Bilder, Videos und Texte innerhalb eines Posts kombinieren. Bis zu fünf Elemente kann so ein "Mikro-Magazin" beinhalten, durch Schütteln des Smartphones lassen sich die Einzelteile neu anordnen. "Damit sprechen wir all jene an, die eben mehr als ein Bild nutzen wollen, um ihren Lebensstil auszudrücken", sagen die Macher. Die multimedialen Kurzbeiträge können über die interne Heap-Community verbreitet, oder auf Kanälen anderer Social Media-Plattformen geteilt werden. Und noch was unterscheidet Heap von vergleichbaren Angeboten: Im Gegensatz zu Instagram sind in die App keine Filter zur Bildbearbeitung integriert. So soll ein reelleres, natürlicheres Gesamtbild entstehen. Und daran fehlt es dem Modejournalismus ja tatsächlich häufig.

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