Design zum Essen : Schön und Lecker

Meisenknödel aus Schokolade, Kaviar aus den Alpen und Berliner Gullideckel zum Anbeißen - all das zeigt die Ausstellung "Food Design" im Stilwerk.

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Wursttheke von Silvia Wal. Die Wurstwaren kann man nicht essen - sie sind aus Stoff.
Wursttheke von Silvia Wal. Die Wurstwaren kann man nicht essen - sie sind aus Stoff.Foto: promo

Schon mal den absurden Gedanken gehabt, in einen Meisenknödel zu beißen? So appetitlich rund und glänzend sieht er aus. Gleichzeitig schüttelt es einen, beim Gedanken an die ekligen Zutaten. Dieses Dilemmas hat sich die Künstlerin Bea Seggering angenommen: Sie hat einen Meisenknödel für Menschen aus Körnern und weißer Schokolade geformt und ihn im Plastiknetz verpackt. Lustig und appetitlich sind viele der 50 Exponate, die die Kuratorin Petra Schwab für die Ausstellung „Food Design“ im Stilwerk zusammengetragen hat. Wie der Berliner Gullideckel aus Schokolade oder die Keksbackmischung in einer Glasflasche: Mehl, Zucker, Schokolade sind so dekorativ geschichtet, dass man fast vom Ansehen satt wird.

Gullideckel aus Schokolade.
Ein Berliner Gulli aus Schokolade.Foto: promo


Alle Produkte haben gemein, dass sie nicht nur besonders gestaltet sind, sondern auch aus biologisch einwandfreien und fair gehandelten Lebensmitteln gemacht sind, die in den modernen Verpackungen stecken. Petra Schwab ist aufgefallen, dass sich in den vergangenen Jahren gerade bei den Bio-Lebensmitteln viel getan hat: weg vom Grüne-Wiesen-Design. „Die Kunden sind anspruchsvoll geworden.“ Von der Designregel, dass die Form immer eine Funktion erfüllt, macht Silvia Wal keinen Gebrauch: Ihre Wurstwaren aus Stoff sehen einfach nur schön aus – wie auch bei den Meisenknödeln für Meisen kann vorm Verzehr nur heftig gewarnt werden.

Food Design bis zum 31. 8. im Stilwerk, Kantstr. 17 , Charlottenburg. Mo - Sa 8 - 22 Uhr, So 11 - 22 Uhr

www.stilwerk.de

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