Die Gewinner des Fashion Film Festival : Mordende Models & Stöhnende Studenten

Zum zweiten Mal wurde parallel zur Fashion Week das Berlin Fasion Film Festival gefeiert. Acht Modefilme wurden am Donnerstag ausgezeichnet, darunter Wes Andersons Prada-Film und ein Horrorstück des Berliner Labels Moga E Mago. Der Hauptpreis ging an einen Film, der Mut zum Exzess zeigte.

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Mord steht ihr gut: Der Kleider-Horror "Possessions" von Ralf Schmerberg gewinnt als beste Idee.
Mord steht ihr gut: Der Kleider-Horror "Possessions" von Ralf Schmerberg gewinnt als beste Idee.Still: Ralf Schmerberg

Eine Leiche treibt in der Spree, bekleidet mit einem goldenen Kleid aus Lederpailletten. Zwei Frauen fischen sie heraus, reißen ihr das Teil vom Leib und der Horror beginnt. Die Szene stammt aus dem Fashionfilm "Possessions", der die neue Kollektion des Berliner Labels Moga E Mago zelebriert. „Wir wollten die Oberflächlichkeit der Modewelt karikieren“, sagt Ralf Schmerberg. Der Regisseur setzte bewusst auf böse Mädchen, auf Horror, auf den Bruch mit immerschönen Imagefilmen. Denn das sei der Fashionfilm eigentlich: ein Film, kein Werbetheater.

Der Film "Possessions" räumte am Donnerstag beim Berliner Fashion-Film-Festival in der Kategorie "Beste Idee" ab. Damit gehörte er zu den acht Preisträgern in diesem Jahr. Das Festival fand zum zweiten Mal statt. 500 Bewerbungen wurden eingereicht. Ausgewählt wurden 27 Filme, darunter ist auch Wes Andersons "Candy"-Kurzfilm-Trilogie für Prada - die in der Kategorie "Bestes Produktionsdesign" gewann.

Hier sind alle Gewinner:

"Possessions" gewann in der Kategorie "Best Idea/Script". Produziert wurde er gemeinsam vom Berliner Label Moga E Mago und vom Regisseur Ralf Schmerberg.

"Belle de Jour" von Astrid Salomon gewann in der Kategorie "Best Music".

Die Kurzfilm-Trilogie "Prada Candy" von Wes Anderson und Roman Coppola über eine französische Ménage-à-Trois wurde in der Kategorie "Best Production Design" ausgezeichnet.

In der Kategorie "Best Makeup and Hair" ging Gold an den Kurzfilm "Gold" von Gustavo Lopez Manas.

Sieger in der Kategorie "Best Editing" wurde "Odyssey" von Adrien Cothier.

Doppelt abgeräumt hat der Kurzfilm von Alex Turvey: "Best Fashion" und "Best Cinematography" gingen an das Werk mit Teilen der Designerin Georgia Hardinge für das Design Forum von River Island.

Als "Best Emerging Talent", also als bester Nachwuchskünstler, wurde Martin Monk mit "Happy Tears" für den Schweizer Designer Julian Zigerli ausgezeichnet.

Bester Film überhaupt wurde Monica Menez "Odditory" in der Kategorie "Best Fashion Film".

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