Diesel : Nicht besonders "unique"

Grüne Jeans und pinkfarbene Daunenwesten bestätigen bei Diesel endgültig die These, dass das Achtziger-Revival länger dauert als die Achtziger selbst. Zum Schluss der Show gab es dann aber auch noch eine Überraschung.

Franziska Klün

„Allow the unique to exist.“ Mit diesen Worten begrüßte das italienische Jeanswear-Label Diesel auf riesiger Leinwand am späten Mittwochabend seine Gäste. Leider war das, was auf dem an Ketten befestigten Laufsteg in der Arena gezeigt wurde, nicht besonders „unique“, und auch die Spannung, die das Showthema „Wire Volt“ versprach, stellte sich nicht ein. Dafür gab es viel Neonfarbenes: Grüne Jeans und pinkfarbene Daunenwesten bestätigten endgültig die These, dass das Achtziger-Revival länger dauert als die Achtziger selbst. Nächster Schwerpunkt war der Minirock. Der wird auch in Zukunft in ultrakurzen Ausführungen in den Regalen liegen. Ob aus Bluejeans, Blackjeans, Pinkjeans, ob in Used- oder Nicht-Used-Optik, ob mit Knopfleiste oder Nietenverzierungen – Diesel hat alles. Dazu tiefe Dekolletés, von der Hüfte baumelnde Silberkettchen, Jeansoveralls für Damen und Herren, in Kurz und Lang, Hauptsache eng. Manches Outfit grenzte ans Obszöne. Und irgendwie stellte man sich stets die Frage: Warum diese Show? Die einzige Überraschung kam zum Schluss: Unter Sirenensound hob sich der Laufsteg. Zum Vorschein kamen herunterhängende Kabel, Schilder und Schläuche, die anmuteten wie die Gedärme des Ganzen. Die Models rannten tanzend darunter entlang und machten Stimmung für die Aftershow-Party. 

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