Fashion Week Berlin : Lachs auf dem Laufsteg

Die Berliner Designer von Mongrels in Common zeigten auf der Modewoche sanft fließende Kleider mit Elementen aus Fischhaut

Dagny Lüdemann

In den Farben Senf, Pistaziengrün, Silbergrau und Schwarz und in Kleidern, in denen sich weiche fließende Stoffe mit Einsätzen aus festen Fischleder mischten, wirkten die Models wie futuristische Insekten, als sie am Mittwochnachmittag auf der Fashion Week die Sommerkollektion 2010 von Mongrels in Common präsentierten.

So bekamen die Gäste weich fallende Kleider aus fließenden Stoffen zu sehen – weit an Schultern, aber schmal an der Hüfte. Daneben zeigte Mongrels in Common schmale Korsagen-Kleider und voluminösen Blusen, denen aufgesetzte Elemente aus Lachshaut die Form gaben.

Die Berliner Designerinnen Livia Ximénez Carrillo und Christine Pluess haben für ihre neue Kollektion mit der Firma Nanai zusammengearbeitet, die Lachsleder für den Modemarkt herstellt. 

Das Material nutzen sie geschickt, um mit geprägten oder silbrig glänzenden Elementen Kontraste und Linien in die ansonsten fließenden Stoffe der Kleider und Blusen zu bringen. Dabei fanden die Designerin eine elegante Form, den Stücken Volumen zu geben – und das ganz ohne doppelte Ballon-Säume, Volants, Rüschen oder Kellerfalten. Allein durch den Überhang an Stoff über einen breiten engen Saum bekamen einige der Kleider und Röcke Fülle.

Andere Hosen und Röcke hatten mehrlagige, teils versetzt angelegte Bundfalten. Der Mix aus glänzenden und matten Stoffen, eleganten Kleidern und kurzen, geradlinigen Jacken in Dunkelblau, Beige oder Schwarz, fliederfarbenen Blusen mit Volumen am Rücken und cremefarbenen Hosen im weiten Karottenschnitt ist typisch für Mongrels in Common. Übersetzt bedeutet der Name nämlich "Gemeinsamkeit: Mischling".

Quelle: ZEIT ONLINE

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