Fashionvertrieb : Berliner Design jenseits von Mitte

"Nico und Sasha" verkaufen die Mode junger Designer bewusst abseits des Ku'damms.

Franziska Klün

Franziska Klün sprach mit Marianna Margarethe Weber, 30, darüber, wie man Berliner Design verkauft.

„Seit einem guten Jahr betreiben wir unser Geschäft in der Schlüterstraße mit überwiegend skandinavischen und Berliner Designern. Wir hören oft: ,Ein toller Laden. Aber warum ist der nicht in Mitte?‘ Die Menschen erwarten uns nicht an dieser Stelle. Durch die großen Marken am Kurfürstendamm wie Burberry oder Gucci sind die Charlottenburger Kunden verwöhnt. Für kleine Labels stellt sich die Frage: Kann ich da mitspielen? Wir haben festgestellt: Es funktioniert sehr gut. Was Schnitte, Materialien und Qualität anbelangt, ist Berliner Design erwachsen geworden. Es geht nicht mehr um lustige Drucke. Einige können auf internationalem Niveau mitspielen. Die Charlottenburger Kunden finden das toll. Wir erhalten viele Angebote von Designern, auch aus Berlin. Es gibt gigantische Unterschiede. Manche präsentieren ihre Kollektionen in Paris und wissen, dass sie Qualität anbieten. Und es gibt die, die in ihrem Bezirk bleiben. Das ist in Ordnung, aber für uns weniger interessant. Die Berliner, die wir führen, Magdalena Schaffrin, Hien Le oder Hoogstraat, wissen, was funktioniert. Dennoch geht es nicht nur um Erfahrung. Es geht ganz platt ums Gefallen. Wie bei einem Menschen ist oft der erste Eindruck entscheidend und die einfache Frage: Passt das?“

Nico und Sasha, Schlüterstraße 31 in Berlin-Charlottenburg. Onlineshop unter:

www.nicoundsasha.com

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