Mode : Hier weiß man, was man hat An der Fashion Week kommt in Deutschland niemand vorbei

Was vor zehn Jahren als Experiment mit ungewissem Ausgang begann, hat sich erfreulich entwickelt: Die Fashion Week ist nicht nur ein Ereignis für Modeblogs und Hochglanzmagazine, sondern ein wirtschaftlicher Erfolg. Auch wenn der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit sich diesmal rar machen wird und schon den einen oder anderen Messerundgang abgesagt hat, weiß der Senat doch um die Bedeutung der Mode für Berlin. Jetzt würdigt Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer die Fashion Week als „feste Wirtschaftsgröße“, die Tausende von Besuchern und Millionenumsätze in die Hauptstadt holt.

Auch international hat die Modewoche ihren Platz gefunden: Für Händler aus Nord- und Osteuropa hat sich Berlin zum ersten Anlaufpunkt entwickelt, um die neuesten Kollektionen zu sehen und zu ordern. Sie wissen, was sie in Berlin erwartet. Die Messen haben sich zu verlässlichen Größen entwickelt. Die Premium feiert ihren zehnten Geburtstag. Ihre Geschichte symbolisiert den Aufstieg der Modewoche: 2003 fand sie noch im Untergrund statt, in einem ungenutzten U-Bahn-Tunnel unterm Potsdamer Platz. Seit einigen Jahren füllt die Messe nun die riesigen Hallen des ehemaligen Postgüterbahnhofs am Gleisdreieck. Auch die auf Jeans und Urbanwear spezialisierte Bread & Butter war schon vor zehn Jahren da. Nach einem Intermezzo in Barcelona nutzt sie seit 2009 die Gebäude des ehemaligen Flughafens Tempelhof.

Im Umfeld der beiden Großen haben sich weitere Messen etabliert. So zeigt die Bright Streetwear in der Alten Münze, internationale Avantgarde präsentieren die Capsule im Postbahnhof und die Show & Order im Kraftwerk Mitte. Grüne Mode gibt es im Green Showroom im Hotel Adlon und auf der Ethical Fashion Show im E-Werk zu sehen.

Eine Premiere gibt es aber auch zu feiern: Anders als der Flughafen Berlin-Brandenburg ist das benachbarte neue Messegelände rechtzeitig fertig geworden. Dort findet erstmals die Panorama statt, auf der massentaugliche Marken wie S.Oliver, Marc Cain oder Camp David vertreten sind. Dieses Segment bekommt damit erstmals eine Plattform in Berlin.

Findet das Geschäft auf den Messen statt, ist die Mercedes-Benz Fashion Week mit mehr als 50 Modenschauen für den nötigen Glamour und die schönen Bilder zuständig. Neben etablierten Firmen wie Hugo Boss oder Laurèl stehen dort Berliner Marken wie Hien Le, Michael Sontag oder Lala Berlin im Mittelpunkt. jsc

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