Levi’s Werbung : Zu viel Randale

Der Jeanshersteller Levi’s hat nach den Krawallen in London und anderen englischen Städten einen Werbespot für Großbritannien ausgesetzt. Darin waren u. a. Sequenzen von den 1. Mai- Krawallen in Berlin zu sehen.

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„Pioniergeist“: Levi’s wirbt mit den Berliner 1.-Mai-Krawallen.
„Pioniergeist“: Levi’s wirbt mit den Berliner 1.-Mai-Krawallen.Foto: Screenshot

Der Jeanshersteller Levi’s ist in Zusammenhang mit den blutigen Ausschreitungen in Großbritannien knapp an einem Skandal vorbeigeschlittert. Einen erstmals am Dienstag auf Facebook gezeigten Werbespot setzte Levi’s für Großbritannien aus. In dem 60-sekündigen Film sind Sequenzen zu sehen, die die 1. Mai- Krawalle in Berlin zeigen sollen.

Ein Mann stellt sich in einer Levi’s-Jeans einer Reihe von Polizisten in Kampfformation entgegen, andere Jeansträger in Kapuzenpullovern zünden Rauchbomben. Begleitet werden die Bilder von dem Gedicht „The Laughing Heart“ von Charles Bukowski. Die ersten Sätze lauten: „Dein Leben ist dein Leben. Lass es nicht in dumpfe Unterwerfung pressen.“

Das alles schien Levi’s in der jetzigen Situation wohl doch zu heikel, um es als simple Werbebotschaft in England zu zeigen. Eine verzagte Sprecherin von Levi’s betont: „Wir wollten auf keine bestimmte politische Bewegung anspielen.“ Die Kampagne „Go Forth“ solle Pioniergeist, positive Energie und aktuelle Ereignisse darstellen.

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