Mode: Fashion Week in Berlin : Bier zum Anziehen!

Pünktlich zur Berliner Modewoche kommt Bierhersteller "Warsteiner" mit der Nachricht von einer Modekollektion raus: „Wir sind die erste Brauerei mit einer eigenen Modekollektion auf der Fashion Week.“

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Fummel oder Fusel? Warsteiner hat jetzt eine Modekollektion.
Fummel oder Fusel? Warsteiner hat jetzt eine Modekollektion.Foto: dpa/pa

War ja klar, dass das irgendwann noch kommt, können sie jetzt verächtlich sagen, die grundsoliden, ehrlich durstigen und jedem Chichi abgeneigten Biertrinker, wie man sie kennt: Männer, dürr oder mit Bäuchen und Pranken, in denen halbe Liter versinken. Klar, dass das nicht ausbleibt, in einer Welt, in der flaumbärtige Hipster Craft Biere erfinden, so süß, so gar nicht Bier, dass ihre Freundinnen dafür ihre Hugo-Plörre stehen lassen. Und nun kommt der große Bierlieferant Warsteiner zur Fashion Week mit der Nachricht von einer Modekollektion raus. Mehr noch: „Wir sind die erste Brauerei mit einer eigenen Modekollektion auf der Fashion Week.“

Ja, woran mag das liegen? Bier und Mode, das ging bisher nicht zusammen. Champagner, Kir Royal, Sekt, na klar, das trinkt die Society, die vorm Kleiderschrank die Hacken knallt. Bier dagegen war mehr der Saft zum karierten Kurzarmhemd, zur Herrensandale, zum Kapuzenpulli mit Bärchenprint, gezapftes Antimodestatement. Nun also Schluss damit – und Crossover mit Gärbottich. Hicks.

Entworfen wurde die Kollektion von „Miss Goodlife“

Die Kollektion, teilt Warsteiner mit, biete „22 Artworks“, da weiß man doch gleich nicht mehr, worum es geht, die sprachliche Annäherung an die Modebranche darf als gelungen bezeichnet werden. Entworfen wurde die Kollektion von „Miss Goodlife“, die laut Warsteiner, „mutig feinste Stoffe und Strickwaren mit trendigen und ausdrucksstarken Motiven kombiniert“. Genau das Richtige für uns, brüllt da schon der Erste am Stammtisch, und wischt er sich etwa mit einem Warsteiner-Kaschmir-Artwork-Piece die Empörung vom Kinn?

Hoffentlich nicht, denn für ihn und Konsorten ist die Kollektion natürlich nicht gedacht. „Wir verkörpern damit einen jüngeren Lifestyle und wenden uns einer jüngeren Zielgruppe zu“, teilt Warsteiner mit. Na dann: Wohl bekomm’s.

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