Mode für alle : Bitte nicht zu gemütlich

Eine Seife als Brosche, ein Schwein als Couchtisch, Gamaschen aus Holz und Hüte, die aussehen wie Pilze - all das ist skandinavisches Design. Eine Ausstellung in den nordischen Botschaften zeigt die Arbeiten junger Designer aus Schweden, Dänemark, Norwegen und Island.

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Henrik Vibskov zeigt auf Fotos, auf denen seine Entwürfe zu sehen sind.
Henrik Vibskov trägt gern Hut und ist ganz neben bei einer der wichtigsten skandinavischen Modedesigner.Foto: promo

Skandinavisches Design ist das Maß aller Dinge. Es gibt kaum ein Magazin, das nicht regelmäßig die Einrichtung einer Wohnung in Kopenhagen oder Stockholm abfeiert. Immer geht es um die Mischung von Funktionalität und Qualität – nicht so richtig verrückt, aber immer gemütlich – hyggelig auf Dänisch. Seit einem halben Jahrhundert also bestimmen die Skandinavier vielerorten, was guter Geschmack ist. Doch wo so viel Erfolg ist, ist auch die Gefahr, es sich gemütlich zu machen. Auch deshalb gibt es den Designpreis „Torsten- Wanja-Söderberg“. Der soll zu neuen Denkansätzen auffordern. Fünf Preisträger zeigen nun ihre Produkte in den Nordischen Botschaften, unter ihnen der dänische Modedesigner Henrik Vibskov. Er hat eine lange Tafel mitten im Felleshus aufgebaut: Kerzenständer, Teller, Schuhe mit hölzernen Gamaschen und gemusterte Pullover. Vibskov bricht mit der Erwartungshaltung, dass skandinavische Mode vor allem schlicht und ergreifend ist – bei ihm ist sie bunt und lustig.

Nordische Botschaften, Felleshus, Rauchstraße 1, Tiergarten, Mo-Fr 10-19 Uhr, Sa u. So 11-16 Uhr, bis 2.9.

www.nordischebotschaften.org

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