SCHNITTstelle : SCHNITTstelle

„Bin ich zu spät?“ fragt eine aufgeregte RTL-Moderatorin in Leoparden-Minirock und rotem Spitzenoberteil. Nein, James Franco ist noch nicht da. Erleichtert kichert sie und lässt sich noch schnell die Haare kämmen. Die übrigen Journalisten werden gebeten, sich um eine Sitzgruppe zu positionieren. Hier soll gleich James Franco Platz nehmen. Der Name des Hollywood-Schauspielers ist nicht unbedingt jedem geläufig, sein Gesicht kennt man allerdings aus Filmen wie „Spiderman“ oder „Eat Pray Love“. Dann kommt er endlich, um auf der Bread & Butter über seine Kooperation mit dem amerikanischen Jeanslabel 7 For All Mankind zu sprechen.

Die ausschließlich weibliche Zuhörerschaft zückt sofort die Smartphones, um das Zusammentreffen mit dem Star festzuhalten. Der sieht ziemlich blass und verschlafen aus und setzt sich erst einmal eine Sonnenbrille auf. Die erste Reihe darf seine Hand schütteln. James Franco hat Manieren, auch wenn er auf der Leinwand oft den jungen Wilden verkörpert. Ein wenig erinnert er an James Dean, den er auch schon gespielt hat.

Franco erzählt also über die Zusammenarbeit mit 7 For All Mankind. Zum zweiten Mal hat er für die Marke einen Film gedreht, bei dem er ausschließlich hinter der Kamera stand. Als Regisseur und Produzent hat er bereits fürs Kino gearbeitet, an der Kampagne der Modefirma mitzuwirken, sei jedoch „eine ganz großartige Erfahrung“ gewesen. Der 34-Jährige führt aus, was für Formate er für den Kurzfilm einsetzte und welche Filmemacher ihn bei seiner Arbeit beeinflussten. Die Damen schauen gelangweilt drein, wachen aber bei der Frage nach seinem Lieblingsort in Deutschland wieder auf. „Berlin, of course“, sagt Franco und punktet mit der korrekten Antwort. Ob er auch die Clubszene kenne? Er schüttelt den Kopf, und die Fragestellerin nutzt die Chance, um ihm ein Date im Soho House anzubieten. „I will be there!“ verspricht er, enttäuscht aber gleich darauf bei der Frage nach seinem Outfit: „Irgendeine Hose und eine Jacke.“ Und die Sonnenbrille? „Die habe ich irgendwo gefunden.“ Regina Lechner

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