So sieht’s aus : Die Fashion Week wird publikumsnaher

Laufstege und Messen waren bisher dem allgemeinen Berliner versperrt. Das wird sich nun bald ändern, Bread & Butter will im Sommer seine Türen für Besucher öffnen - mit "Shop the Runway" gibt es die erste öffentliche Veranstaltung Mercedes-Benz-Zelt.

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Ding dong, der Kampf ist eröffnet. Ab jetzt stehen Sie mit im Ring. Bald dürfen Sie entscheiden, was Sie ein Jahr später tragen werden. Warum sollte man auch andere für sich arbeiten lassen: Einkäufer, Modehändler, Journalisten von Modemagazinen, oder vielleicht sogar Blogger – alles lästige Zwischenstationen zwischen Ihnen und ihrem neuen Kleidungsstück. Bald können Sie Designern und Modeherstellern direkt ins Gesicht sagen, was Sie von deren Kleidern halten.

Auf der Bread & Butter, der größten Messe für Jeans, Sportswear und alles, was bunt ist, gibt es im Juli erstmals zwei Publikumstage. Wenn die erst mal damit anfangen, machen auch andere mit. Der Kunde ist einfach zu informiert, um ihn noch außen vor zu lassen. Alles kann man mit einem Klick im Internet kaufen.

Im Zelt der Mercedes-Benz-Fashion Week am Brandenburger Tor steigt jetzt die erste öffentliche Sause. „Shop the Runway“ heißt das neue Konzept von Modefilialist Peek & Cloppenburg. Kunden dürfen sich Kleidung von verschiedenen Marken wie Marc O'Polo und S.Oliver anschauen, die sie wenige Tage später kaufen können.

Der Chef des Onlineversandhandels Asos, Nick Robertson, sagt den Marken der großen Einkaufsstraßen keine Überlebenschancen voraus. Dagegen gibt es verschiedene Strategien: mehr Lärm machen als die anderen oder dem Kunden mehr Entscheidungsgewalt überlassen. So kann man sich seine Lieblingstasche auf einer Onlineplattform aus verschiedenen Ledersorten, Formen und Farben selbst konfigurieren. Das Ergebnis gefällt den Betreiberinnen zwar oft nicht – immerhin sind sie die mit der Designahnung. Aber es ist einfach toll, dass man sich jetzt mit seiner eigenen Tasche unglücklich machen kann, sich direkt beim Hersteller eine Jeans aussucht, die einem nicht steht und jetzt schon ein halbes Jahr früher das Kleid kauft, das dann im Schrank rumhängt.

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