Modewoche : Dürre Models unerwünscht

"Hunger-Models" sind nicht mehr überall gern gesehen. Auf der Madrider Modewoche "Pasarela Cibeles" haben zu dünne Models Auftrittsverbot. Es gelten strikte Vorgaben.

Madrid - Zu dünne Models seien ein schlechtes Vorbild und würden zu Magersucht animieren. Einen entsprechenden Beschluss fasste die Bezirksregierung von Madrid, die das Ereignis mitfinanziert. Sie verbot den Angaben zugolge 30 bis 40 Prozent der Models, die beim letzten Mal dabei waren, den Gang über den Laufsteg, weil sie zu wenig Gewicht auf die Waage brachten. Die Modenschauen in der spanischen Hauptstadt finden vom 18. bis zum 22. September statt.

In Zusammenarbeit mit Ernährungswissenschaftlern wurde für die Models ein striktes Kritierium vorgegeben, der Körpermaßindex 18 (beispielsweise 56 Kilo bei einer Größe von 1,75 Metern). Kein Mannequin, das unter diesem Wert liegt, darf an der Modewoche teilnehmen. Laut der spanischen Tageszeitung "ABC" ist es das erste Mal, dass auf einer internationalen Schau solche Kriterien erlassen werden. Auf der vergangenen "Pasarela Cibeles" hatten die dünnen Models mit Kleidergröße 34 und 36 eine heftige Diskussion in Spanien ausgelöst, als sie im Fernsehen sagten, ihre Karriere sei bedroht, wenn sie zunähmen. (tso/AFP)

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