Monarchie : Prinzen-Interview zum Tod Dianas sorgt für Aufrgeung

Die Prinzen William und Harry haben ein Interview gegeben, das Spekulationen über den Tod ihrer Mutter neue Nahrung geben könnte.

LondonZehn Jahre nach dem Tod ihrer Mutter denken William (24) und Harry (22) immer noch "jeden Tag" an Prinzessin Diana und ihren Unfall in einem Pariser Autotunnel. Das bekannten die Prinzen erstmals in einem gemeinsamen Interview, das in Großbritannien für Aufsehen sorgte. "Ich werde niemals aufhören, mich darüber zu wundern", sagte Prinz Harry in dem Interview des US-Senders NBC, aus dem in London vorab Auszüge veröffentlicht wurden. Wahrscheinlich werde "niemand jemals wissen", was in der verhängnisvollen Unfallnacht zum 31. August 2007 wirklich geschah.

Der Hof bemühte sich umgehend die Äußerung klarzustellen. Die Prinzen hätten "niemals daran gezweifelt, dass der Tod ihrer Mutter ein Unfall war", sagte Prinzensprecher Paddy Harverson nach Angaben der Zeitung "Sun". "Natürlich denken Harry und William viel darüber nach, ob der Unfall hätte verhindert werden können."

Neue Nahrung für Spekulationen

Trotz der Richtigstellung könnte die Interview-Äußerung nach Ansicht von Beobachtern den Spekulationen über den Tod Dianas neue Nahrung geben. Der ägyptische Millionär Mohammed al-Fayed, dessen Sohn Dodi damals an der Seite Dianas in dem Unfall-Mercedes starb, behauptet seit Jahren, die beiden seien einem vom Königshaus inszenierten Mordkomplott zum Opfer gefallen.

Am Mittwoch stand in London die erste gerichtliche Anhörung zu einer umfangreichen Untersuchung von Scotland Yard zum Tod Dianas unter einem neuen Vorsitzenden Richter an. Lord Scott Baker muss in den nächsten Wochen unter anderem über einen Antrag der Anwälte von Al-Fayed entscheiden, die britische Königin Elizabeth II. als Zeugin zu befragen.

Die umfangreiche Untersuchung von Scotland Yard war nach drei Jahren im vergangenen Dezember zu dem Schluss gelangt, dass der Tod von Diana und Dodi Ergebnis eines Unfalls war. Schuld sei der Fahrer ihres Wagens gewesen, der unter Alkoholeinfluss zu schnell gefahren sei. (mit dpa)

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