Mord an Rentner-Ehepaar : Von Einbrechern mit Stangen erschlagen

Ein brutales Gewaltverbrechen an einem Rentner-Ehepaar aus dem hessischen Bad Soden-Salmünster hat die Kleinstadt erschüttert. Die Opfer mussten offenbar sterben, weil sie nächtliche Einbrecher überraschten.

Bad Soden-Salmünster - Laut der Polizei schlugen die Täter mit einer Stange auf die Köpfe ihrer Opfer, 72 und 74 Jahre alt, ein, bis diese blutüberströmt zusammenbrachen. Die Flucht der Mörder dauerte jedoch nicht lang: Im Zuge einer Großfahndung konnten zwei dringend Tatverdächtige von der Polizei gefasst werden. Die Staatsanwaltschaft beantragte für die 22 und 27 Jahre alten Männer Haftbefehl.

Gegen 2.10 Uhr waren aus dem Erdgeschoss des Hauses, in dem das Rentnerpaar lebte, Hilfeschreie gedrungen. Die im Obergeschoss mit ihrem Kind lebende Tochter des Paares hörte die Rufe und alarmierte die Polizei. Sie selbst verbarrikadierte sich aus Angst in ihrer Wohnung. Die schon nach wenigen Augenblicken eingetroffene Polizei fand den 74 Jahre alten Vater und seine zwei Jahre jüngere Ehefrau leblos im Hausflur. Ein Notarzt konnte bei beiden nur noch den Tod feststellen.

Noch in der Nacht klickten bei den mutmaßlichen Tätern die Handschellen. Die Festnahme erfolgte in einer Gartenlaube nahe dem Bahnhof der Stadt. Gegenwehr leisteten die Verdächtigen nicht. Sowohl der 22-Jährige als auch sein vermeintlicher 27 Jahre alter Komplize waren blutverschmiert, am Tatort fanden sich zudem Spuren, die eindeutig dem Duo zugeordnet werden konnten.

Teilgeständnis von einem der Täter

Laut der Staatsanwaltschaft handelt es sich um Spätaussiedler aus Kasachstan. Einer von ihnen legte nach seiner Festnahme ein Teilgeständnis ab. Täter und Opfer kannten sich offenbar. Einer der Festgenommenen soll im Ort in einer Mietwohnung gelebt haben, die dem Rentnerpaar gehörte. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Männer bei ihrem Einbruch den Mord einkalkuliert hatten. Die vermutete Tatwaffe, eine Stange, hatte einer der Männer offenbar mit zu dem Einbruch gebracht. Die Stange wurde sichergestellt.

In der Kleinstadt zwischen Hanau und Fulda herrschte nach Aufdeckung des brutalen Verbrechens Betroffenheit. Eine Nachbarin des Paares sagte, die Opfer seien in der Wohngegend sehr beliebt gewesen. "Es war ein sehr liebes und nettes Paar. Solche Menschen trifft man heutzutage nicht mehr viele", berichtete die Frau. (tso/ddp)

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