Mord in Heilbronn : Trauergottesdienst für Polizistin

Die tödlichen Schüsse auf die 22 Jahre alte Polizistin in Heilbronn haben große Trauer ausgelöst. Für 17 Uhr wurde in Heilbronn ein Gedenkgottesdienst angesetzt. Die Polizei hat weiter keine heiße Spur.

Heilbronn - Nach zunächst dürftigen Informationen seien mittlerweile mehr als 300 Hinweise eingegangen, sagte ein Polizeisprecher. Mit einem Trauergottesdienst wollten die Landesregierung Baden-Württemberg und die Stadt Heilbronn am Freitag der erschossenen Polizistin gedenken. In der Kilianskirche stand 17 Uhr ein Trauergottesdienst auf dem Programm.

Geistliche wollten die Zeremonie abhalten. Dazu wurden unter anderen Ministerpräsident Günther Oettinger, Innenminister Heribert Rech (beide CDU) und der Heilbronner Oberbürgermeister Helmut Himmelsbach erwartet. Zuvor wollte Himmelsbach am Tatort an der Theresienwiese einen Kranz niederlegen. Hier war die 22 Jahre alte Beamtin mit Kopfschüssen getötet worden. Das Ergebnis der Obduktion sollte noch am Freitag bekannt gegeben werden.

Zustand des 24-jährigen Polizisten weiter kritisch

Ein Kollege der 22-Jährigen war ebenfalls mit Kopfschüssen schwer verletzt worden. Ein Passant hatte beide Polizisten am Mittwoch auf dem Heilbronner Festgelände neben dem Streifenwagen gefunden. Der Zustand des schwer verletzten 24-Jährigen sei weiterhin kritisch, aber stabil, teilte die Polizei mit. Die Polizei vermutet, dass es sich um mindestens zwei Täter handelt. Diese sollen auch die Dienstwaffen und die Handschellen der Polizisten mitgenommen haben.

Die Hintergründe der Tat waren weiter unklar. "Wir ermitteln in alle Richtungen", sagte ein Polizeisprecher. Das von Ministerpräsident Oettinger erwähnte Motiv eines Racheaktes könne die Polizei bislang nicht bestätigen. Die Ermittler gehen unter anderem der Aussage einer Zeugin nach, einen blutverschmierten Mann am Tatort gesehen zu haben. "Wir nehmen das durchaus ernst", sagte ein Polizeisprecher. Polizisten aus ganz Baden-Württemberg wollen am Montag (30. April) in Böblingen mit einem Trauerzug der ermordeten Polizistin die letzte Ehre erweisen. (tso/dpa)

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