Mordserie : New Orleans erwägt Ausgangssperre

Die Behörden in New Orleans erwägen nach einer Mordserie mit mindestens acht Opfern binnen weniger Tage eine Ausgangssperre.

Washington - "Darüber reden wir, vielleicht kann das etwas ausrichten", sagte Polizeichef Warren Riley laut der Zeitung "The Times-Picayune". Riley hatte die Maßnahme vorgeschlagen, nachdem die Stadt in der ersten Woche des Jahres von einer Mordserie erschüttert worden war.

Nach Rileys Ansicht sind die Morde Teil der anhaltenden Gewalt in der Südstaatenmetropole (US-Bundesstaat Louisiana). Ursachen seien unter anderem Versäumnisse der Behörden im Bildungssystem, viele Bewohner der Stadt seien ohne Arbeit. Anfang vergangenen Jahres, wenige Monate nach dem verheerenden Hurrikan "Katrina", sei zur Eindämmung der Gewalt bereits vorübergehend eine Ausgangssperre in Kraft gesetzt worden. Dadurch die Kriminalität deutlich zurückgegangen. Die Polizei kämpfe noch immer mit Personalnot, sagte Riley weiter. Während vor der Katastrophe 1668 Beamte im Einsatz waren, seien es derzeit 1401, von denen mehr als 100 krank seien. Nach offiziellen Angaben hatte es im vergangenen Jahr 161 Morde in der Südstaaten-Metropole gegeben, so wenige pro Jahr wie in den vergangenen drei Jahrzehnten nicht mehr. (tso/dpa)

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